Osterbauer macht‘s vor
Glasfaser als Zwischenfrucht

Ascheberg -

Ein Glasfaserkabel einpflügen? Die Osterbauer warb dafür und buddelt erfolgreich. Ein Drittel des Kabels, das schnelles Internet in die Bauerschaft bringt, ist verlegt.

Donnerstag, 06.10.2016, 19:10 Uhr

Gemeinschaftlich verlegen die Bewohner der Osterbauer das Glasfaserkabel. Wo der Pflug nicht arbeiten kann, wird so gebuddelt.
Gemeinschaftlich verlegen die Bewohner der Osterbauer das Glasfaserkabel. Wo der Pflug nicht arbeiten kann, wird so gebuddelt. Foto: hbm

Normalerweise ist Georg Freisfeld mit einem Vierschar unterwegs, um einen Acker für die Saat vorzubereiten. Jetzt hat er ein Spezialgerät hinter seinen John Deere gespannt. Mit einem Kabelpflug verlegt der Landwirt gerade entlang der Straße „Zum Pöpping“ Glasfaserkabel. Er ist nicht allein im Buddeleinsatz. Zur Arbeitskolonne zählen neun Männer. Das Projekt in der Osterbauer schreitet voran. „In unserem Straßenkabinett müssen wir noch vier Haushalte anschließen“, sieht er sich als Kümmerer und seine Nachbarn als Mitstreiter eines der fünf gebildeten Ausbaugebiete auf einem guten Weg.

Das Wetter ist trocken, die Arbeiten verlaufen sauber. Doch es gibt eine zweite Seite: Viele Bauern wollen das Wintergetreide in die Erde bringen und müssen die Zeit für Bits und Bytes abknapsen. So hat Georg Freisfeld nach dem Verlegen des Kabels bis in die Nacht hinein gesät: „Das machen die Kollegen auch“, ist es für ihn nichts besonderes.

Dort, wo die Buddelkolonne das Kabel in die Erde bringen will, sind die Böden hart. Der Kabelpflug war deswegen schon sechs Mal lädiert. Hier an der Straße „Zum Pöpping“ ist vorher der Boden auf den Pflug vorbereitet worden. Trotzdem reichen die 140 Pferdestärken des grünen Allrad-Schleppers nicht aus, ein zweites Zuggefährt wird vorgespannt. Und dann geht es in Richtung Kneilmann: Ludger Heubrock und Georg Freisfeld sitzen auf den Treckern, die den Kabelpflug ziehen. Stefan Wiedenhorst sorgt  am  Pflug  dafür, dass Kabel nachgeführt wird, Mirko Palm zieht es von einer Rolle und Christoph Wiedenhorst fährt den Trecker, der vorne im Frontlader die Kabelrolle trägt. Die Szenerie in der Abendsonne erinnert an den Pioniergeist aus Loikum. Von dort haben die Vorreiter in Ascheberg den Kabelpflug ausgeliehen. Und nach dem Vorbild der Dorfgemeinschaft um Hubert Tenbusch haben die Akteure in der Osterbauer auch ihre gemeinschaftliche Aktion ausgerichtet. Jeder bringt ein, was er kann. So sitzt Markus Przybilla auf einem Bagger, um einen Kabelgraben gegenüber des Hauses von Herbert Rother zuzuschieben. Christopher Kneilmann und Andreas Heubrock arbeiten auf der anderen Seite nach.

Glasfaser für die Osterbauer

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  • Die Bewohner der Osterbauer spucken in die Hände und verlegen Glasfaserkabel Foto: Theo Heitbaum
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  • Die Bewohner der Osterbauer spucken in die Hände und verlegen Glasfaserkabel Foto: Theo Heitbaum
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  • Die Bewohner der Osterbauer spucken in die Hände und verlegen Glasfaserkabel Foto: Theo Heitbaum
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„Ich treffe hier bei der Arbeit Leute, die ich sonst nicht so oft sehe“, sieht Ludger Heubrock die Bauerschaft zusammenrücken. Immerhin haben die Menschen hier 32 Kilometer zu verlegen, ein Drittel, schätzt Freisfeld, ist erledigt. „Die Leute sind gut unterwegs, sie schießen das Kabel sogar schon selbst unter der Straße durch“, lobt Patrick Nettels von der Muenet die Akteure.

Gegenüber den Pionieren in Loikum haben es die Ascheberger Vorreiter einfacher. Sie können das Kabel abschnittsweise verlegen. Die Zeit zwischen Maisernte und Weizensaat kann auf Äckern problemlos für die Zwischenfrucht „Glasfaser“ genutzt werden.

Die Stippvisite bei der Buddeltruppe zeigt auch ein Prinzip des Vorgehens: Den Graben zum Haus hat Familie Rother selbst ausgehoben, denn auf ihren Grundstücken übernehmen die Besitzer dort Verantwortung, wo der Kabelpflug nicht eingesetzt werden kann.

Zweimal war bisher eine Leitung der Telekom im Weg, weil sie von dort nicht richtig eingezeichnet war. Ansonsten ist die Buddelkolonne bisher unfallfrei durchgekommen.

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