Musikvideo-Workshop
Perfekt sein ist nicht alles

ASCHEBERG -

Man nehme acht kreative Mädchen und zwei Profis - heraus kommt ein spannendes Musikvideo.

Montag, 10.10.2016, 20:10 Uhr

Sebastian Maier  (Mitte) leitete das von der Ginko-Stiftung und der Fachstelle für Suchtprävention des Caritasverbands Kreis Coesfeld in Kooperation mit der OJA angebotene Projekt „Musikvideo-Workshop“. Jens Schilling bediente die Kamera.
Sebastian Maier  (Mitte) leitete das von der Ginko-Stiftung und der Fachstelle für Suchtprävention des Caritasverbands Kreis Coesfeld in Kooperation mit der OJA angebotene Projekt „Musikvideo-Workshop“. Jens Schilling bediente die Kamera. Foto: tani

Der Rücken presst sich an die Stahlstäbe , der Kopf sinkt Richtung Brust, der Blick geht zum Boden. Langsam. Kameramann Jens Schilling richtet den Focus auf Anna-Lena Oelker . Das Mädchen, das perfekt sein will. Zumindest in diesem Fall. Doch ist perfekt sein wirklich alles? Und wie überhaupt wird man vermeintlich perfekt? Durch eine perfekte Figur?

Aschebergerinnen drehen Video

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  • Anna-Lena Oelker übernimmt im OJA-Musikvideo die Rolle des "perfekten" Mädchens. Um perfekt zu sein, verfällt sie der Magersucht!

    Foto: tani
  • Songtext, Inhalt des Videos - die acht Teilnehmerinnen des OJA-Musikvideo-Workshops lieferten nicht nur die Ideen, sondern schlüpften dazu auch nopch in unterschiedliche Rollen.

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  • Am Sonntag fanden die Dreharbeiten zum OJA-Musikvideo statt. Hier griffen Rebecca (l.) und Leonie sowie Hannah in die Saiten ihrer Gitarren.

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  • Sebastian Maier (Mitte) leitete das von der Ginko-Stiftung und der Fachstelle für Suchtpräverntion des Caritasverbands Kreis Coesfeld in Kooperation mit der OJA angebotene Projekt "Musikvideo-Workshop.

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  • Jens Schilling nahm das Video zum selbstgeschriebenen Song der OJA-Gals auf.

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  • Als Location für ihr Video wählten die Mädels das Schulhofgelände der Grundschule.

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  • Sebastian Maier lleitete den Musikvideo-Workshop und produzierte zugleich professionell den Song, der aus den Federn der Teilnehmerinnen stammt und das Video.

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„Lebensmotto Waage!“ – schallt es auf einmal im Chor und sieben Köpfe drehen sich blitzartig zur Seite. „Schnitt“- ruft Jens Schilling. Die Szene ist im Kasten. Stück für Stück, Bild für Bild, Take für Take entsteht ein großes Ganzes! Ein Musikvideo „made by“ acht Ascheberger Mädchen. Leonie Siegert, Hannah Brauner, Anna Alina Weiland, Anna-Lena Oelker, Rebecca Oelschlegel, Michelle Quast, Larissa Perzborn, und Janine Wesselmann haben am Wochenende Neuland betreten und sich mit Mager- sowie Handysucht gleich zwei Themen auf die Fahnen geschrieben, die es in sich haben. Innerhalb von drei Tagen – so war der im Rahmen des OJA-Ferienprogramms von der Ginko-Stiftung sowie der Fachstelle für Suchtprävention des Caritasverbands für den Kreis Coesfeld in Kooperation mit der OJA angebotene Musikworkshop angelegt - ist ein Musikvideo entstanden. Eines, das es in sich hat. Gänsehautfeeling inklusive. Aber auch eines, das in die Tiefe geht und mit Mager- sowie Handysucht gleich zwei Süchte aufgreift, die gerade bei der Jugend ein echtes Thema sind. Macht etwas zum Thema Sucht lautete

die Vorgabe, die Workshopleiter Sebastian Maier den Mädels an die Hand gab. Sie machten, wobei sie gleichzeitig mehrfach verblüfften. „Anna Alina hat gleich ganze lyrische Textpassagen rausgehauen – das ist der Wahnsinn!“, war Sebastian ganz von den Socken. Kameramann Jens hingegen machte bei Anna-Lena gleich ein großes schauspielerisches Talent aus. „Du solltest was beim Film machen“. Doch auch die anderen Mädels erhielten großes Lob. „Tolle Stimmen, höchste Kreativität und ständig im Flow!“

Gut, an mancher Stelle war Geduld gefragt. Vor allem als es Sonntag zu den Filmaufnahmen ging. Der Drehort: Grundschulhof. Im Gepäck Gitarren, Klamotten, Kamera und das bereits fertig produzierte Lied, das parallel immer wieder abgespielt wird. „Perfekt sein ist nicht alles“ - OJA Mitarbeiter Dirk Hermann, der das Projekt am Sonntag begleitet, lauscht und lauscht. „Wow, hört sich das gut an“. Ihm geht der Song unter die Haut, so wie er am Samstag bei seiner Kollegin Wencke Lemcken für echtes Gänsehautfeeling gesorgt hat. Die Mädchen beziehen unterdessenPosition, folgen den Anweisungen und manchmal wundern sie sich. „Ich dachte immer, man singt in einem durch“, verrät Larissa, das das absolut nicht der Fall war. „Nein, da steckt richtig viel Arbeit dahinter“, bilanziert Michelle. Trotz des ganzen Aufwandes, hat es den Mädchen richtig viel Spaß gemacht. „Das war echt spannend“, sagt Leonie. Vor allem aber wird ihre Arbeit greifbar und sichtbar sein. Denn das Musikvideo in dem Anna-Lena in die Rolle eines mager- und handysüchtigen Mädchens schlüpft, dem das Leben von echten Zicken schwer gemacht wird – soll dann auch den Weg ins Netz finden. Geschrieben von acht pfiffigen Ascheberger Mädchen, die dann als „OJA-Gals“ singend mahnen: „Perfekt sein ist nicht alles!“

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