Wilsberg bei Schulze Pellengahr
Junger Wilsberg - alte Freundschaft

Ascheberg -

Ist schon einmal für Wilsberg in Ascheberg gedreht worden? Die Frage eines WN-Lesers führten zu einem Komparsen, der von Dreharbeiten zum ersten Wilsberg mit Leonard Lansink auf dem elterlichen Hof in der Osterbauer berichtet.

Samstag, 17.12.2016, 09:12 Uhr

Leonard Lansink stand 1997 erstmals als Wilsberg vor der Kamera - auf dem Hof Schulze Pellegahr in der Osterbauer.
Leonard Lansink stand 1997 erstmals als Wilsberg vor der Kamera - auf dem Hof Schulze Pellegahr in der Osterbauer. Foto: dt

Sonnige Sommertage, Semesterferien – Jochen Schulze Pellengahr kann sich gut an den 28., 29. und 30. Juli 1997 erinnern. Denn von Montag bis Mittwoch wurde auf dem Gräftenhof in der Osterbauer für einen Fernsehkrimi gedreht. Und das ist auch die Antwort auf die Leserfrage, ob es in der Gemeinde schon einmal für „ Wilsberg “ Filmaufnahmen gegeben hat. „In alter Freundschaft“ hieß die Folge, die Jochens Bruder Dirk Schulze Pellengahr auf Videokassette gespeichert hat. Dirk erinnert sich: „Die haben nicht nur auf unserem Hof gedreht, sondern auch im Umfeld Szenen eingefangen. Die alte Müllkippe ist beispielsweise zu sehen.“

Zurück zu Jochen, der heute als Bezirksförster in Bad Essen lebt und arbeitet. Er hatte Semesterferien und betreute mit Vater Walter die ungewöhnlichen Gäste. Mehr noch: Der Junior des Hofes schlüpfte in eine Komparsenrolle. Einer von zwei Sargträgern war Jochen Schulze Pellengahr.

Erster Wilsberg mit Lansink

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  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
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  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
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  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
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  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt
  • Für den ersten Wilsberg mit Leonard Lansink wurde auf dem Hof Schulze Pellengahr gedreht. Foto: dt

1997 – vor zwei Jahren ist ein erster Wilsberg im ZDF gelaufen. Mit Joachim Król als Briefmarkenhändler Georg Wilsberg in der Hauptrolle. Für die zweite Folge, jetzt mit Buchhändler Georg Wilsberg und Schauspieler Leonard Lansink , sucht die „Colon Filmproduktion“ einen passenden Drehort in der Nähe von Münster. „Wie sie uns gefunden haben, kann ich nicht sagen. Sie haben meinen Vater gefragt und er hat zugestimmt“, erinnert sich Jochen Schulze Pellengahr. Während der Dreharbeiten sei der Hof „drei Tage förmlich belagert worden.“ 50 bis 60 Leute seien im Einsatz gewesen: „Unser Büro ist als Schminkstube gebraucht worden. Die Leute vom Film waren überall. Das Catering war gut.“ Am Ende bleiben zehn Minuten für den Fernsehkrimi übrig,

Einer der Gründe, warum der Hof Schulze Pellengahr ausgewählt wurde, war der Hintergrund. Denn der darf sich während der Dreharbeiten nicht ändern. „Wenn ein Trecker da stand, dann musste er stehenbleiben, weil nicht chronologisch gedreht wurde.“ Und beim Zusammenfügen der Szenen wollte das Team natürlich keine böse Überraschung erleben. Insgesamt spielen drei längere Abschnitte auf dem Gräftenhof.

Einen Fernsehkrimi zu drehen, war früher noch deutlich anders als im heutigen digitalen Zeitalter. Die WN berichteten damals, dass für eine Vier-Sekunden-Szene in der ein Volvo auf den Hof fährt, zwei Dutzend Leute eine Viertelstunde eifrig beschäftigt sind. Berge von technischem Gerät mussten herangeschleppt, aufgebaut und justiert werden. Es wurde beraten, probiert, umgebaut, es gab Stellproben und erst ganz am Schluss ein halbes Dutzend Durchläufe, bis die Miniszene im Kasten war. Für die nächste Schuss-Szene wurde alles umgestellt, geprobt und gedreht.

Auffällig

Ausgestrahlt wird der erste Wilsberg mit Leonard Lansink nach dem Drehbuch von Bernd Schadewald am 25. Mai 1998, einem Montag. Es ist die Nummer zwei einer Liste, die heute Abend um 20.15 Uhr mit dem 52. Wilsberg fortgesetzt wird

Wilsberg fordert seine Gage noch in Mark. Für die Gerichtsvollzieherin hat er nur ein paar Pfennige in der Tasche

Auf dem Hof Schulze Pellengahr steht ein Trecker mit dem LH-Kennzeichen, das seit 1975 überlebt hat.

Es wird pausenlos geraucht, selbst in den Zimmern des Kommissariates

 Wilsbergs Partner ist Heinrich Schafmeister als Bauamt-Manni. Patenkind Alex (Paule Kling) spielt noch nicht mit.

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Der Moment von Jochen Schulze Pellengahr, der von der spannenden Zuschauerrolle zu einer Komparsenaufgabe wechselt, kommt im zweiten Abschnitt: „Im Hintergrund sollte ein Sarg mit der Leiche des Hofherren aus dem Haus getragen werden. Die Agentur hat einen Leichenwagen und einen Bestatter organisiert. Ich meine, er kam aus Rinkerode. Als zweiten Träger haben sie dann mich ausgewählt. Der Profi ist vorne gegangen. Wir mussten das drei, vier Mal machen.“ Im Film sieht das dann so aus: Hinter Kommissarin Springer und Assistent Overbeck kommen die Sargträger aus dem Haus. Sie verladen den Sarg während im Vordergrund Wilsberg und Springer plaudern.

Scharf geschossen wurde auf dem Gräftenhof auch, denn die Scheibe des Volvo ging durch eine Bleikugel zu Bruch. Für einen zweiten Dreh der Szene wurde eine neue Scheibe eingesetzt. Leonard Lansink, berichteten die WN damals, sei trotz der heißen Szene, die Kugel flog nur wenige Zentimeter an ihm vorbei, nicht aufgeregter gewesen als bei einer sommerlichen Pättkestour durch das Münsterland. Im Film war die Kugel ein Volltreffer. Der Volvo gibt keinen Mucks von sich. „Blattschuss“, sagt Wilsberg in seiner schnoddrigen Art.

Schulze Pellengahr hat die Schauspieler als „ganz normale Menschen“, in Erinnerung. Beim Small Talk wurde ausgetauscht, was Schauspieler machen und in der Land- und Forstwirtschaft passiert. Besonders intensiv hat der Sohn des Hofes sich mit dem Filmsohn des Hofes unterhalten. Das war Thorsten Nindel, den viele aus der Lindenstraße kannte. „Ich hatte sie noch nicht gesehen“, schmunzelt Schulze Pellengahr.

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