Ausschuss ohne Idee
Eurobahn-Ausfälle: Frust trifft auf Hilflosigkeit

Ascheberg -

Der Wirtschaftsförderungsausschuss diskutierte über den Eurobahn-Ärger. Eine Idee für eine bessere Zukunft hatte niemand in der Runde.

Mittwoch, 21.12.2016, 21:12 Uhr

Die Eurobahn  verprellt mit den Ausfällen wegen kranken Personals immer mehr Pendler, deren Ärger aber versandet.
Die Eurobahn  verprellt mit den Ausfällen wegen kranken Personals immer mehr Pendler, deren Ärger aber versandet. Foto: -hbm-

„Sollen wir noch einmal einen Eurobahn-Vertreter in den Ausschuss holen?“ Die Frage von Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus trifft auf ratlose Gesichter und Schulterzucken. Im Wirtschaftsförderungsausschuss der Gemeinde Ascheberg werden die Probleme des Betreibers der Strecke Münster - Dortmund am Dienstag zwar besprochen, es gibt heftige Kritik, aber auf der lokale Ebene keine Lösungsmöglichkeiten.

Sunderhaus berichtet zu Sitzungsbeginn, dass Marcus Klugmann , Leiter Marketing bei der Eurobahn , der Gemeinde auf Anfrage mitgeteilt habe, sein Unternehmen müssen im Hellwegnetz 35 Kranke ersetzen. Der Krankenstand liegen bei 15 bis 20 Prozent. Der Fachbereichsleiter verwies auf den WN-Bericht zu dem Problem: „Der Zweckverband macht Druck, aber es ist vertraglich schwierig, eine Lösung zu erzielen.“

Das Unternehmen Keolis, das hinter der Eurobahn stehe, werde im nächsten Jahr mehr Ausbildungsplätze anbieten, um eine bessere Mitarbeiterstruktur zu erhalten. Es würden auch neue Lokführer eingestellt. Klugmann habe auf die Mobilitätsgarantie hingewiesen, bei deren Inanspruchnahme die Eurobahn kulant sei. Zudem sei auf die Strecke Mönchengladbach - Venlo hingewiesen worden. Dort werde im Zwei- statt im Ein-Stunden-Takt gefahren. „Dieser Hinweis ist eher ein Armutszeugnis“, schloss Sunderhaus seinen Bericht.

Uwe Cottmann (SPD) brachte Unmut und Hilflosigkeit von Bahnfahrern aus der Gemeinde auf diesen Punkt: „Alle fordern, dass etwas passiert, aber es passiert nicht. Ich glaube nicht an die Versprechen der Eurobahn. Die DB verhält sich arrogant und wir werden außen vor gelassen. Man nimmt uns nicht für voll.“

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