Rückzug vor Übergabe
Haus Elvering bleibt in Familienhand

Davensberg -

Diese Nachricht elektrisierte die Davensberger: Haus Elvering bleibt in Familienbesitz und wird nicht an den Nachbarn übergeben.

Dienstag, 07.02.2017, 20:02 Uhr

Haus Elvering ist im Laufe der Jahrzehnte durch einen Neubau etwas von der St. Anna-Kirche weggerückt worden. Entgegen der Pläne aus dem November 2016 bleibt das Haus nun doch in Familienbesitz.
Haus Elvering ist im Laufe der Jahrzehnte durch einen Neubau etwas von der St. Anna-Kirche weggerückt worden. Entgegen der Pläne aus dem November 2016 bleibt das Haus nun doch in Familienbesitz. Foto: hbm

Paukenschlag in der Davensberger Gaststättenlandschaft: Das traditionsreiche Haus Börger-Elvering bleibt in Familienbesitz . Kurz vor der im November 2016 verabredeten Übergabe mit der benachbarten Hotelier-Familie Stattmann machten die Elverings einen Rückzieher. „Es gab vertragliche Bindungen, die nicht zu lösen waren. Stattmanns kennen die Details und haben vollstes Verständnis für die Situation“, erklärt Petra Elvering auf WN-Anfrage. Mit Schwester Lydia und dem Team, dass seit 25 Jahren in dem Hotel und Restaurant beschäftigt ist, wird sie das Haus weiterführen.

Die Nachbarn werden trotz der überraschenden Wende im Gespräch bleiben. Konkretes dazu gibt es aber nicht: „Die Entscheidung ist ganz frisch gefallen. Wir haben schon miteinander gesprochen. Es gibt keine Animositäten. Wenn jemand im Dorf etwas anderes erzählt, ist das falsch. Clemens und Michael sowie Lydia und ich sind schließlich zusammen aufgewachsen“, berichtet Petra Elvering.

In der Gaststätte selbst wird es im März eine Auszeit geben: „Wir haben mit der Übergabe im Hinterkopf natürlich wenig getan. Es braucht frische Farbe. Im April werden wir uns dann zurückmelden.“ Für Kegelclubs und andere Gruppen ändert sich nichts. Im Dorf schätzt man die Nachricht, nicht nur, weil ein traditionsreiches Haus nah bei seinen Wurzeln bleibt. Es ist auch ein Stück Vielfalt in der Gastronomie, die erhalten wird.

Die Familie Stattmann wird die eigenen Pläne umschreiben müssen: „Wir haben zuerst auf unserem Gelände neu geplant. Dann haben wir die Elvering-Gebäude in die Pläne einbezogen, jetzt müssen wir wieder einen Schritt zurück gehen“, informiert Michael Stattmann. Für den Hotel-Komplex Clemens August hat die Familie Stattmann im vergangenen Mai über einen Anbau nachgedacht, um ein Restaurant zu erhalten. Es sollten Konferenzräume geschaffen, der Empfang aufgewertet und das Geschehen hinter den Kulissen neu strukturiert werden. Auch die Verkehrslage auf der Burgstraße soll entspannt werden. Trotz der überraschenden Wende, ist Nachbarschaftshilfe nicht ausgeschlossen.

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