Unitymedia informiert über schnelles Internet:
„Glasfaser kommt auf jeden Fall“

Ascheberg -

Bereits Ende März/Anfang April will Unitymedia mit dem Ausbau eines eigenen Glasfasernetzes in Davensberg beginnen. In den folgenden acht bis zehn Monaten sollen auch Aschberg, Herbern und Nordkirchen angeschlossen sein.

Donnerstag, 09.03.2017, 13:03 Uhr

Rund 200 Interessierte verfolgten im Bürgerforum des Rathauses die Ausführungen von Projektleiter Björn Matthiesen zum geplanten Ausbau des Unitymedia-Glasfasernetzes.
Rund 200 Interessierte verfolgten im Bürgerforum des Rathauses die Ausführungen von Projektleiter Björn Matthiesen zum geplanten Ausbau des Unitymedia-Glasfasernetzes. Foto: sff

Informationen zum Glasfaserausbau in der Gemeinde prasselten am Mittwochabend in Hülle und Fülle auf rund 200 Interessierte im Bürgerforum ein. Trotzdem blieben für manchen wichtige Fragen offen. Das lag nicht an den Referenten der Unitymedia , die Umfang, Zeitplan und Kosten des von ihnen geplanten Ausbaus detailliert und verbindlich darlegten. Die Unsicherheit blieb, weil rund 1200 gültige Verträge mit dem Provider Helinet weiterhin bestehen, obwohl der vorgesehene Netzbetreiber BBV Münsterland das Handtuch geworfen hat.

Unmissverständlich gab Projektleiter Björn Matthiesen für die Unitymedia im Laufe des Abendens mehrere klare Versprechen: „Wir werden in Nordkirchen und Ascheberg ein Glaserfasernetz bauen. Dazu nehmen wir knapp zwölf Millionen Euro in die Hand. Der Ausbau wird sehr, sehr schnell und sauber erfolgen.“ Nach acht bis zehn Monaten soll das komplette Netz stehen, so der ambitionierte Plan.

Bis zum 30. April werden pro Hausanschluss inklusive der Erdarbeiten 199 Euro verlangt, sagte Matthiesen. Anschließend gelte der normale Kurs von 398 Euro. Die günstigsten Tarife für Internet, Telefonie und TV liegen bei 39,99 Euro monatlich. Darüber hinaus bietet Unitymedia sowohl privaten als auch gewerblichen Kunden verschiedene umfangreichere Leistungsoptionen an. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.

Der Startschuss soll schon Ende März/Anfang April in Davensberg erfolgen. Dort haben wir der BBV circa zehn Kilometer des vorhandenen Leerrohrnetzes abgekauft und können nutzen, was vorhanden ist“, erklärte Key Account Manager Reinhard Winter. Anschließend seien Capelle (Mai/Juni), Ascheberg (Anfang Juli), Nordkirchen (Juli/August) und schließlich Herbern (September) an der Reihe.

Der Netzausbau basiert auf den bestehenden Plänen der BBV. „Zurzeit ist nicht geplant, die Bereiche zu erweitern“, sagte Winter. Das Unternehmen könne für die Randzonen jedoch Einzelangebote machen, deren Kosten nach der Länge der Anschlussstrecke bemessen werden. Auf Nachfrage aus dem Auditorium machte Matthiesen klar, dass das Netz der Unitymedia Eigentum des Unternehmens sei und damit für andere Anbieter nicht geöffnet werde. Alle, die Kunde bei Unitymedia werden möchten, bat Winter: „Bitte kündigen sie Ihre bestehenden Vertrage nicht selbst, sondern über uns. Sonst gibt es ein heilloses Durcheinander.“ Mit Blick auf den von der Deutschen Glasfaser angestrebten Aufbau eines zweiten Netzes in der Gemeinde Ascheberg wies Rechtsanwältin Lena Kreggenfeld darauf hin, dass es bezüglich des schnellen Internets „keine Exklusivität für Unitymedia“ gebe.

Auch Helinet-Geschäftsführer Ralf Schütte, der eigentlich nur als Zuhörer zugegen war, meldete sich zu Wort. Die mit seinem Unternehmen geschlossenen Verträge seien ab ihrer Bestätigung 20 Monate gültig. „Wenn Sie sich weigern, darf die Deutsche Glasfaser nicht auf Ihr Grundstück gehen. Dann würden wir aus Kulanz auf den Vertrag verzichten.“

Über die Pläne der Deutschen Glasfaser wird der Bau- und Planungsausschuss am 21. März (Dienstag) beraten. „Wir sind in der Zwickmühle“, fasste ein Zuhörer seinen Eindruck zusammen. „Es wird nicht garantiert, dass die Deutsche Glasfaser ausbaut. Und Unitymedia will jetzt schon abgrasen.“

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