Übermittagsbetreuung verabschiedet Hildegard Wobbe:
Gesicht des herzlichen Willkommens

Ascheberg -

25 Jahre lang hat Hildegard Wobbe die Übermittagsbetreuung Ascheberg mitgestaltet und ihr „Gesicht“ gegeben. Mit einem großen Bahnhof wurde sie jetzt von Vorstand, Team und Kindern in den Ruhestand verabschiedet.

Dienstag, 25.04.2017, 17:04 Uhr

Mit Geschenken und einer kleinen Zirkusvorstellung bereiteten die Kinder der Übermittagsbetreuung Hildegard Wobbe zum Abschied Freude und Ehre.
Mit Geschenken und einer kleinen Zirkusvorstellung bereiteten die Kinder der Übermittagsbetreuung Hildegard Wobbe zum Abschied Freude und Ehre. Foto: sff

Gesellschaft und Familien wandeln sich seit Jahren ganz enorm. Als Folge ist die Nachfrage nach qualifizierter Betreuung stetig gestiegen. Besonders stark für Kita-Kinder unter drei Jahren (U 3) – aber auch im Bereich der Übermittagsbetreuung (ÜbM). Hildegard Wobbe kann ein Lied davon singen. Denn als Betreuerin der ÜbM an der Lambertusschule hat sie sich 25 Jahre lang den wachsenden Herausforderungen gestellt. Am Dienstag wurde die Aschebergerin mit einem großen Bahnhof vom Vorstand des Elternverein, ihren Teamkolleginnen und nicht zuletzt von den Kindern mit allen Ehren verabschiedet.

„Als ich 1993 anfing wurde die Übermittagsbetreuung skeptisch gesehen“, erinnert sich Wobbe. „Damals hieß es: Das sind Rabeneltern, die ihre Kinder dort abgeben. Heute ist die Übermittagsbetreuung nicht mehr wegzudenken, weil sie eine wichtige familienbegleitende Institution geworden ist.“ Denn sie stärke den Berufsstand der Frau und helfe damit, das Einkommen der Familien zu sichern.

Die ÜbM wurde 1992 von Irmgard Giesenkirchen ins Leben gerufen. Erste Mitarbeiterin war Karin Engelhard . Schon im Folgejahr hatte sich die Nachfrage auf 15 Kinder fast verdoppelt, und Hildegard Wobbe stieß als zweite pädagogische Betreuerin hinzu. Schwerpunkt war seither die Hausaufgabenbetreuung.

Heute betreuen wir rund 100 Kinder – immer wieder auch aus Flüchtlingsfamilien. Es gibt ein Mittagessen, das von Hildegard Pelster und Irina Koch frisch gekocht wird, Bewegungsraum, Kreativraum, eine kleine Mensa und vieles mehr“, ist die Aschebergerin auf das im Team Erreichte stolz. Daher fiel der fast 65-Jährigen der Abschied ganz und gar nicht leicht: „Ich konnte nachts kaum schlafen, weil ich so verwachsen damit bin“, gab sie im WN-Gespräch zu.

Die Kinder bereiteten ihr am Dienstag allerdings eine Menge Freude: Mit einer kleinen Zirkusvorstellung, dem Lied „Viel Glück und viel Segen“, Blumen und kleinen Geschenken. „Du hast Deine Arbeit super gemacht. Wir werden leider nicht mehr von den Kindern hören: Du, Frau Wobbe, wir brauchen Deine Hilfe“, sagte Teamleiterin Christiane Loddenkemper.

„Hildegard Wobbe ist das Gesicht für herzliches Willkommen-sein. Sie hat den Geist hier erheblich mitgestaltet“, lobte ÜbM-Vorsitzende Martina Eissa. Die Eltern seien froh, „dass es so tolle Menschen gibt“.

Damals hieß es: Das sind Rabeneltern, die ihre Kinder dort abgeben.

Hildegard Wobbe über die Anfänge der Übermittagsbetreuung
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