Restauriert und aufgestellt
Marienfigur findet neuen Platz

Ascheberg -

Eine Marienfigur mit Jesuskind ist vom Dachboden des Pfarrhauses in die Nische des Hauptportals umgezogen.

Donnerstag, 18.05.2017, 08:05 Uhr

 
  Foto: hbm

Der Weg ist kurz: Eine Marienfigur mit Jesuskind ist vom Dachboden des Pfarrhauses in die Nische des Hauptportals umgezogen. Die Umzugsgeschichte zu erzählen, dauert aber etwas länger. Nicht weil die Figur auf ihrem Weg durch die Werkstatt von Restaurator Markus Schmidt gegangen ist. Vor allen Dingen, weil die Pfarrhaus-Nische ein Wechselplatz ist.

„Die Marienfigur, die ursprünglich dort stand, soll nach unseren Informationen in die Kirche geholt worden sein, um sie besser zu schützen“, berichtet Bernhard Kröger gestern. Sein Architekturbüro löste mit einer Spende für die Restaurationsarbeiten ein Versprechen aus dem Jahr 2009 ein. Damals stand noch eine kleiner Figur auf einem Sockel in der Nische. Mit dem Pfarrerwechsel wurde seinerzeit das Pfarrhaus aufgemöbelt. In dem Zuge wurde die Lambertusfigur, wie Nachbarin Gerda Nientidt sie benennt, von ihrem jahrzehntelangen Platz entfernt. Pfarrer Carsten W. Franken wünschte sich eine Marienfigur an ihrer Stelle.

Marienfigur wird aufgestellt

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  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
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  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
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  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
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  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm
  • Die Nische am Pfarrhaus wurde mit einer Marienfigur ausgefüllt Foto: hbm

Als Kirchengremien sich vor einigen Monaten mit der Nische befassten, erinnerte man sich einer Marienfigur, die ihr Dasein auf dem Pfarrhaus-Boden fristete. „Norbert Kühnhenrich und ich haben sie in einer Nacht- und Nebelaktion in die Nische gestellt. Wer im Februar genau hingeschaut hat, konnte sie sehen“, berichtete Pfarrer Stefan Schürmeyer gestern. Das Ergebnis der Aktion: Figur und Platz passen zusammen. Die Anschlussfrage drehte sich darum, ob es Sinn macht, die Figur, die wohl für Innenräume erstellt worden ist, an einer so wetteranfälligen Stelle zu platzieren.

Die „Madonna mit Kind“ wird als sakrale Gebrauchskunst eingestuft, nichts was einmalig und kulturhistorisch bedeutsam ist. Nach der Expertise des Restaurationsteams Schmidt aus Laer lässt ein Stempel am Sockel darauf schließen, dass sie um 1880 in der „Mayer‘schen Kunstanstalt München“ entstanden ist. Dort sei eine spezielle Technik zum Einsatz gekommen. Über eine Holzkonstruktion habe man ein halt gebendes Gewebe gezogen. Von einem Künstler sei die Figur dann mit einer Masse aus Ton/Gips und zerriebenem Stein („Massa“) modelliert worden. Obwohl sie von einem in Handarbeit und in guter Qualität erstellt worden sei, könne sie als „Massenprodukt“ angesehen werden. Für die Kirchengremien war das entscheidend. „Wir hätten sie auf dem Boden liegen lassen können oder wir geben den Menschen so die Möglichkeit, sich an ihr zu erfreuen“, erklärte Schürmeyer.

Ursprünglich, so Restaurator Schmidt, sei die Figur mehrfarbig gewesen. Für ihre neue Aufgabe wurde sie wetterfest in Sandsteinfarbe gestrichen. Gestern kehrte sie aus der Werkstatt nach Ascheberg zurück. Im Kreise der Nachbarschaft segnete Pfarrer George Pattarakalayil die Figur, die dann nach oben getragen wurde, wo Restaurator Schmidt sie im Laufe des Vormittags aufstellte. Durch eine vergleichsweise kleine Klappe zu arbeiten, machte die Aufgabe anspruchsvoll.

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Offiziell wird die Marienfigur am Sonntag (21. Mai) bei einer Maiandacht um 18 Uhr mit Pater Joachim Jenkner vorgestellt. Dort werden auch Informationen zu ihr gegeben.

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