Elektrofachmarkt zieht um
Euronics XXL wechselt die Seite

Lüdinghausen -

Wo bis vor Kurzem Möbel verkauft wurden, haben zurzeit Handwerker das Sagen. Der Elektrofachmarkt Euronics XXL zieht innerhalb des ehemaligen Rathmer-Gebäudes um. Ende Juli soll die neugestaltete Ladenfläche eröffnet werden.

Freitag, 19.05.2017, 06:05 Uhr

Baustelle: Wo bisher Möbel verkauft wurden, gibt es demnächst Elektroartikel. Der Fachmarkt Euronics XXL zieht auf die andere Seite des ehemaligen Rathmer-Gebäudes. Die Eröffnung der völlig neu gestalteten Ladenfläche ist für Ende Juli geplant, so Euronics-Geschäftsführer Frank Schipper.
Baustelle: Wo bisher Möbel verkauft wurden, gibt es demnächst Elektroartikel. Der Fachmarkt Euronics XXL zieht auf die andere Seite des ehemaligen Rathmer-Gebäudes. Die Eröffnung der völlig neu gestalteten Ladenfläche ist für Ende Juli geplant, so Euronics-Geschäftsführer Frank Schipper. Foto: Anne Eckrodt

Seitenwechsel: Euronics  XXL wird im ehemaligen Rathmer-Gebäude künftig in der rechten Hälfte zu finden sein. Wo bis Februar Möbel verkauft wurden, haben jetzt Handwerker das Sagen. „Ende Juli wollen wir dort unsere Neueröffnung feiern“, steckt Frank Schipper , Geschäftsführer des Elektrofachmarktes, den Zeitrahmen ab.

Die Pläne von Poco, hier in Lüdinghausen einen Flagship-Store einzurichten, passen genau zu dem, was wir wollen.

Frank Schipper

Der 57-Jährige trägt sich schon länger mit Erweiterungsabsichten. Die legte er jedoch zunächst auf Eis, als er vom geplanten Verkauf des kompletten Wohnwelt-Rathmer-Gebäudes an den Möbeldiscounter Poco erfuhr. „Dann aber haben wir uns an einen Tisch gesetzt und überlegt, ob und wie wir uns eine gemeinsame Zukunft an dem Standort vorstellen können“, blickt Schipper zurück. Dabei wurde schnell klar, dass die Vorstellungen beider Seiten alles andere als gegensätzlich sind. „Die Pläne von Poco, hier in Lüdinghausen einen Flagship-Store einzurichten, passen genau zu dem, was wir wollen“, betont Schipper. Und er fügt hinzu: „In einem ,Point of emotion‘ bekommen unsere Kunden künftig deutlich mehr Informationen und ein völlig neues Einkaufserlebnis. Darauf ist auch die Ladengestaltung ausgerichtet.“

Ich kann es mir nicht erlauben, den Laden für ein paar Wochen zu schließen.

Euronics XXL ist künftig über einen eigenen Eingang zu erreichen. Der qua­dratische Grundriss der rechten Gebäudehälfte kommt den Plänen sehr entgegen. „Das Ladenlayout wird wesentlich übersichtlicher, da die Gesamtfläche nicht mehr so verschachtelt ist wie bislang. Wir nutzen die neuen räumlichen Gegebenheiten, um zum Beispiel eine Schauküche einzurichten. Außerdem haben wir die Möglichkeit, künftig Workshops beispielsweise zur Smartphone-Nutzung anzubieten“, erläutert Schipper, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Euronics Deutschland ist. Außerdem wird es ab Sommer in dem Elek­trofachmarkt einen DHL-Paketshop geben.

DHL-Paketshop

An der Verkaufsfläche von knapp 1000 Quadratmetern wird sich auch nach dem Umzug in die andere Gebäudehälfte nichts ändern. Zumindest vorerst nicht. Auf Dauer würde Schipper gerne rund 350 Quadratmeter mehr haben, die sich auch problemlos ohne Anbau generieren ließen. Ein Konzept dafür hat Schipper bereits in der Schublade. „Das werde ich auch beim Kreis einreichen. Allerdings rechne ich damit, dass mindestens eineinhalb Jahre bis zur Entscheidung über eine Genehmigung vergehen werden“, macht der 57-Jährige deutlich.

Der komplette Umbau der ehemaligen Rathmer-Flächen findet parallel zum laufenden Geschäft von Euronics XXL statt. Denn: „Ich kann es mir nicht erlauben, den Laden für ein paar Wochen zu schließen“, macht Schipper deutlich. Nur für den eigentlichen Umzug werde der Betrieb zwei bis drei Tage ruhen. „Unsere Neueröffnung Ende Juli wird dann auf jeden Fall getrennt von der von Poco verlaufen“, kündigt Schipper an. Der Möbeldiscounter werde anschließend die bisherige Euronics-Fläche umbauen und erst danach sein Geschäft eröffnen.

Circa 450 000 Euro investiert Schipper in den „Seitenwechsel“. Das Personal hat er bereits um zwei Mitarbeiter aufgestockt. Im Sommer kommt noch ein Auszubildender hinzu, sodass sich künftig ein 22-köpfiges Team um die Kunden kümmern wird. Und das nicht nur im Ladenlokal an der Ascheberger Straße, sondern auch im Online-Portal des Marktes. Schipper: „Den Bereich werden wir ausweiten. So haben Kunden künftig die Möglichkeit, im Internet zu bestellen und die Ware bei uns im Laden abzuholen.“

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