Fronleichnam
Altarbau ist ein Gemeinschaftswerk

ASCHEBERG -

Viele Hände – rasches Ende, so besagt es ein altes Sprichwort. Und es trifft zu. Denn wenn viele Menschen gemeinsam anpacken, um etwas auf die Beine zu stellen, dann gelingt das in der Regel. Zügig ist auf diese Art und Weise auch das Projekt „Altaraufbau“ auf der Dorfheide über die Bühne gegangen.

Freitag, 16.06.2017, 19:06 Uhr

Die Monstranz hat ihren Platz am Altar auf der Dorfheide gefunden. Die Fronleichnamsprozession ist angekommen. Am Donnerstagmorgen  ging es dann zügig auf der Dorfheide, nachdem Probelauf am Mittwochabend saß jeder Handgriff beim Altaraufbau. 45 Hände zierten die Rückwand des Altars beim REWE-Markt Frenster. Den ungewöhnlichen Altar hatten die Firmanden errichtet.
Die Monstranz hat ihren Platz am Altar auf der Dorfheide gefunden. Die Fronleichnamsprozession ist angekommen. Am Donnerstagmorgen  ging es dann zügig auf der Dorfheide, nachdem Probelauf am Mittwochabend saß jeder Handgriff beim Altaraufbau. 45 Hände zierten die Rückwand des Altars beim REWE-Markt Frenster. Den ungewöhnlichen Altar hatten die Firmanden errichtet. Foto: tani

Der Pfarreirat war an Renate Schulte mit der Bitte herangetreten, ob sie auf der Dorfheide für die Fronleichnamprozession einen Altar aufbauen könnte. Renate Schulte sagte zu. Doch für den Aufbau, „da habe ich Verwandte und Nachbarn mit ins Boot genommen“, sagt sie. Den Plan für den Aufbau, den hat sie schon im Kopf gehabt. Erfahrungen hat sie außerdem mitgebracht. „Denn ich habe schon einmal für den Kreuzweg der Frauen und Männer auf meinem Grundstück einen Altar aufgebaut“, verrät sie. Am Mittwochabend trafen sich dann alle zum Probeaufbau. Die Zutatenliste für den Altarbau war nicht allzu lang. Weiße Tischwäsche, ein weißes Bettlaken, Fähnchen, Fähnchengirlande, ein roter Teppich, Blumen und Kerzen sowie ein Tisch. Bei dem allerdings ist genau Maß genommen und probiert worden.

Fronleichnam in Ascheberg

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  • Am Donnerstagmorgen ging es dann zügig auf der Dorfheide, nachdem Probelauf am Mittwochabend saß jeder Handgriff beim Altaraufbau.

    Foto: tani
  • Am Donnerstagmorgen wurde auf der Dorfheide dann erneut Hand angelegt, nach dem Probelauf am Mitwochabend, wurde der Altar bei Renate Schulte dann komplett aufgebaut.

    Foto: tani
  • Der Kirchenchor begleitete die Prozession musikalisch.

    Foto: tani
  • Fronleichnamprozession, Altar Dorfheide.

    Foto: tani
  • Fronleichnamprozession, Altar Dorfheide.

    Foto: tani
  • Fronleichnamprozession, Altar Dorfheide.

    Foto: tani
  • Fronleichnamprozession, Altar Dorfheide.

    Foto: tani
  • Fronleichnamprozession, Altar Dorfheide.

    Foto: tani
  • 45 Hände zierten die Rückwand des Altars beim REWE-Markt. Den ungewöhnlichen Altar hatten die Firmanden errichtet.

    Foto: Tina Nitsche

Schulte hatte zunächst auf einen ovalen Tisch gesetzt, doch das Votum der Mitwirkenden fiel dazu eindeutig aus: „Der eckige Tisch macht sich besser!“ Also transportierten Schwager Franz Schulte und Nachbarin Mareike Israel die ovale Ausgabe wieder in die Garage, während Renate Schulte und Tochter Verena den eckigen Tisch vor dem Gartentor aufbauten. Die Blumen, hier wurde mit lilafarbenen Basilikum und gelben Frauenmantel auf Pflanzen aus dem heimischen Garten gesetzt, wurden in Vasen auf dem Tisch dekoriert. Dazwischen wurden grüne Kerzen gesetzt. Eine breite Lücke klaffte dann mittig des Altars. Verwunderte Blicke. Doch Renate Schulte konnte alle beruhigen. „Hier wird bei der Prozession die Monstranz platziert“, erläuterte sie. Der nächste Schritt: Die Verkleidung des schmiedeeisernen Gartentors. Dieses wurde mit Hilfe eines weißen Bettlakens abgehangen. Nach einigem Ausprobieren entschieden die Helfer: „Das Tuch hängen wir in den Torbogen und nicht oben drüber.“ Vor das Tuch wurde dann das Kreuz dekoriert. Die weiß-rote Fähnchengirlande wurde von Balkon zu Balkon über die Straße gespannt. Sie war dann auch die einzige Dekoration, die über Nacht hängen blieb. Alles andere landet in der Garage.

Am Donnerstagmorgen dann trafen sich alle um 8.45 Uhr, um den endgültigen Aufbau vorzunehmen. Dank des Probelaufs und vieler Hände ging das dann ganz schnell. Ähnliche Erfahrungen machte auch Gerda Nientiedt auf der Ecke Bultenstraße/Appelhofstraße wo der dritte Altar aufgebaut worden war. Der erste Altar stand beim REWE-Markt. Der ist am Donnerstagmorgen um 7 Uhr aufgebaut worden. „Ein besonderer Altar“, war Pastoralreferent Tobias Kettrup stolz. Denn ihn hatten die Firmanden gestaltet. 45 bunte Handabdrucke bildeten die originelle Rückwand des Altars. Kornelia Frenster arrangierte den Blumenschmuck, während Klaus Holtmann die Orga für das Prunkstück inne hatte. Nur eines einte alle drei Altäre: Überall hatten Menschen gemeinsam angepackt, um sie zu errichten.

Für den Aufbau habe ich Verwandte und Nachbarn mit ins Boot genommen.

Renate Schulte
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