Tiefbauarbeiten für Glasfaser in Ascheberg und Herbern:
Schnelles Internet liegt im Zeitplan

Ascheberg/Nordkirchen -

Bis Ostern sollen alle Kunden der Unitymedia über freigeschaltete Glasfaseranschlüsse verfügen. In Davensberg soll dies schon Ende September der Fall sein. In Ascheberg und Herbern beginnen die Tiefbauarbeiten am Montag (3. Juli).

Dienstag, 27.06.2017, 15:06 Uhr

Den ersten offiziellen „Spatenstich“ für den Glasfaserausbau in Nordkirchen, Ascheberg und Herbern machten Dr. Jürgen Grüner (vorne, v.r.), Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann, Björn Matthiesen und Dr. Bert Risthaus.
Den ersten offiziellen „Spatenstich“ für den Glasfaserausbau in Nordkirchen, Ascheberg und Herbern machten Dr. Jürgen Grüner (vorne, v.r.), Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann, Björn Matthiesen und Dr. Bert Risthaus. Foto: sff

Großes Aufgebot an einem kleinen Erdloch im Gehweg: Gemeinsam gaben dort Vertreter der Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen sowie der Unitymedia den Startschuss für die Tiefbauarbeiten zum flächendeckenden Glasfaserausbau. In Nordkirchen wurde gestern (Dienstag) am Kreisverkehr Schloßstraße das erste Loch gebuddelt. In Ascheberg und Herbern soll es am Montag (3. Juli) losgehen, versprach Björn Matthiesen, Projektleiter Expansion bei Unitymedia. „Zu Ostern “ sollen sämtliche Kunden in beiden Gemeinden über einen freigeschalteten Glasfaseranschluss verfügen. Die Haushaltsabdeckung durch Unitymedia liege gemeindeübergreifend bei etwa 30 bis 40 Prozent, so Matthiesen.

„Die Planungen sind natürlich von der Witterung abhängig. Wenn der Winter mild wird, sind wir früher durch“, sagte Dr. Ingo Draheim, Technischer Programmdirektor bei Unitymedia. Wesentlich eher werden die rund 300 Unitymedia-Kunden in Davensberg freie Fahrt auf der Datenautobahn haben. Da dort das Netz des ehemaligen Mitbewerbers BBV übernommen wurde, können sämtliche (derzeitigen) Kunden voraussichtlich bis Ende September beliefert werden. Schon vorab sollen die ersten Anschlüsse freigeschaltet werden. „Zurzeit sind in Davensberg rund 50 Haushalte angeschlossen. Wir sind kurz davor, den ersten Kunden zu haben“, so Matthiesen.

In Ascheberg beginnen die Tiefbauarbeiten im Gewerbegebiet Nord. „Der Ausbau der Gewerbegebiete ist ein wichtiger Standortfaktor für Ascheberg. Der Mitbewerber von Unitymedia wollte diese Bereiche nicht mitausbauen“, blickte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus auf die Vergabekriterien zurück.

In den Wohngebieten habe man in der Regel die Tiefbauarbeiten mit denen für das Vectoring der Telekom koordinieren können, berichtete der Verwaltungschef. Im Einzelfall könne es aber die bessere Lösung“ sein, dass Straßen ein zweites Mal aufgenommen werden. Ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung werde die Baustellen täglich in Augenschein nehmen.

„In Ascheberg wird die Jacobi-Kirmes durch die Tiefbauarbeiten nicht beeinträchtigt werden. Und auch in Herbern wird es bezüglich der Kirmes keine Einschränkungen geben“, versprach der Bürgermeister.

Während in Davensberg bisher rund acht Kilometer Leitungen verlegt sind, beginnen die Arbeiten von Unitymedia in Ascheberg, Herbern und Nordkirchen bei null. Draheim ist jedoch sicher, „dass wir den Zeitplan halten können“. Denn in jedem Gebiet sollen acht Tiefbau-Kolonnen mit jeweils drei bis vier Arbeitern eingesetzt werden.

Dr. Jürgen Grüner bewertete den Glasfaser-Ausbau als einen richtigen „Riesenschritt“: „Es ist eine Infrastrukturmaßnahme, die alle Bedarfe befriedigen kann“, betonte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld. Das Ziel der Bundesregierung, flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 MBit/s zu schaffen, reiche auf Dauer nicht aus. Unitymedia habe „Geld in die Hand genommen“ und stelle aktuell bis zu 400 MBit/s zur Verfügung. Der Bundesdurchschnitt bei der Glasfaser-Versorgung liege bei etwa sieben Prozent der Haushalte. „Im Kreis Coesfeld sind wir bei 40 Prozent. Das ist absolut ein Spitzenwert“, so Grüner

Wenn der Winter mild wird, sind wir früher durch.

Dr. Ingo Draheim, Technischer Programmdirektor Unitymedia

Die Jacobi-Kirmes wird durch die Tiefbauarbeiten nicht beeinträchtigt werden.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus
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