Tag des Denkmals
Hochaltar rückt in den Fokus

Ascheberg -

Die Tür zur Pfarrkirche St. Lambertus steht von 8 bis 18 Uhr offen. Am 10. September werden alle Türen ganz bewusst geöffnet. Am Tag des Denkmals hofft die Kirche auch auf eher fremde Gäste.

Donnerstag, 24.08.2017, 20:08 Uhr

Die neue Broschüre zum Bild im Hochalter von St. Lambertus präsentierte Pastoralreferent Ralf Wehrmann beim Pressetermin. Sie wird am 10. September erstmals zum Verkauf angeboten. Links ist das alte Altarbild eingeblockt.
Die neue Broschüre zum Bild im Hochalter von St. Lambertus präsentierte Pastoralreferent Ralf Wehrmann beim Pressetermin. Sie wird am 10. September erstmals zum Verkauf angeboten. Links ist das alte Altarbild eingeblockt. Foto: hbm

Die Tür zur Pfarrkirche St. Lambertus steht von 8 bis 18 Uhr offen. Am 10. September werden alle Türen ganz bewusst geöffnet. „Wir beteiligen uns am Tag des Denkmals und laden zu einem Besuch in die Kirche ein“, berichtet Pastoralreferent Ralf Wehrmann bei einem Pressetermin.

Das neue (alte) Altarbild in der Nahansicht

Das neue (alte) Altarbild in der Nahansicht Foto: hbm

Die Pfarrei St. Lambertus lenkt den Blick auf zwei besondere Dinge. Das Erste ist der frisch renovierte Kirchturm. Architekt Bernhard Kröger wird um 15 Uhr an die Arbeit aus dem vergangenen Jahr erinnern. „Es wird auch möglich sein, den Turm von innen zu besteigen und von der Balustrade den Panoramablick zu genießen“, informiert Wehrmann, schränkt aber gleich ein, dass die Gruppen-Größe passen müsse.

Den zweiten Schwerpunkt bildet das Altarbild, das eine besondere Geschichte zu erzählen hat. Sie ist in einer neuen Broschüre nachzulesen. Caspar Staal hat „Ein ungewöhnliches Gemälde von Abraham Bloemaert “ verfasst, sich mit dem Weg des Gemäldes vom niederländischen Amersfoort nach Ascheberg, dem Künstler und dem Bild „Jesus und die Samariterin“ auseinandergesetzt. Wie schon beim Resaturieren des Bildes durch Fachfrau Marita Schlüter hat die Geschwister-Fritz-Stiftung die Herausgabe der Broschüre unterstützt. Sie wird am Tag des Denkmals für vier Euro angeboten, wer einen kleinen Kirchenführer dazu nimmt, zahlt fünf Euro.

Der Altar vor 2013

Der Altar vor 2013 Foto: hbm

Regelmäßige Kirchgänger werden wissen, dass „Jesus und die Samariterin“ knapp vier Jahre als Altarbild verwendet werden. Es war dort zu sehen, als der in Amersfoort gekaufte Altar am 20. Dezember 1959 eingeweiht wurde. Das Gemälde gefiel der Gemeinde aber nicht. Staal berichtet, ein älteres Mitglied der Pfarrei habe ihm anvertraut, er würde beim Gottesdienst durch den prächtigen Oberschenkel der Samariterin abgelenkt. 1992 kaufte die Gemeinde ein Bild von der Kirchengemeinde St. Peter und Paul aus Kirchhundem für 3000 Mark. Die Kreuzabnahme von einem unbekannten barocken Maler löste das Originalbild ab. Es fand auf der Orgelbühne einen neuen Platz. Seit 1994 wissen die Ascheberger, dass der holländische Maler Abraham Bloemaert (1564 bis 1651) das Bild geschaffen hat. Ein Berliner Kunstwissenschaftler identifizierte es, zwei Jahre später bestätigte der Gender Professor Dr. Marcel Röthlisberger diese Diagnose.

Das alte Altarbild hängt auf der Orgelbühne.

Das alte Altarbild hängt auf der Orgelbühne. Foto: hbm

Als die Gemeinde das beschädigte und verschmutzte Gemälde, so Staal, durch den Pfarrer verkaufen lassen wollte, habe sich das Bistum gemeldet und dem Wunsch, diesen Verkauf zu genehmigen durch den Vorschlag ersetzt, das Bild zu restaurieren und an seinen angestammten Platz zurückkehren zu lassen. Das wurde im Zuge einer umfassenden Altar-Restauration im Jahr 2013 umgesetzt. Zum Erntedankfest des Jahres war erstmals ein Blick auf den alten, neuen Hochaltar möglich. Die Kreuzabnahme aus Kirchhundem ist übrigens dort zu sehen, wo früher der Bloemaert hing: Auf der Orgelbühne.

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