Kinderhilfe Heltau
Urlaub mit Waisenkindern

Herbern -

Ein Ehepaar aus Herbern hat dem Buch der Hilfe für Rumänien ein ganz besonderes Kapitel hinzugefügt, eine Urlaubsreise mit den Waisenkindern der Kinderhilfe Heltau.

Mittwoch, 04.10.2017, 19:10 Uhr

Am Waisenhaus in Heltau starteten Rares, Claudiu, Florin (Hausvater), Nicu, Nicole und Philipp Horn zu ihren Ausflügen. Das Ehepaar aus Herbern bereitete den Waisenkindern unvergessliche Tage.
Am Waisenhaus in Heltau starteten Rares, Claudiu, Florin (Hausvater), Nicu, Nicole und Philipp Horn zu ihren Ausflügen. Das Ehepaar aus Herbern bereitete den Waisenkindern unvergessliche Tage. Foto: privat

Die Kinderhilfe Heltau ist in Herbern fest verankert. Spenden von Geld und Kleidung sind die ersten Ideen, wenn der Ort aus Rumänien genannt wird. Jetzt hat ein Ehepaar aus Herbern dem Buch der Hilfe ein ganz besonderes Kapitel hinzugefügt, eine Urlaubsreise mit den Waisenkindern der Kinderhilfe Heltau. Philipp und Nicole Horn aus Herbern haben Rares, Claudiu und Nicu einen unvergesslichen Sommer in Ungarn und der Tschechischen Republik ermöglicht. Der nächste Besuch nach Heltau ist auch schon wieder in Planung.

  Foto: privat

Philipp Horn ist seit diesem Jahr zweiter Vorsitzender der Kinderhilfe Heltau. Seit einigen Jahren hat er eine besondere Beziehung zur Kinderhilfe, war auch schon des Öfteren vor Ort in Rumänien und kennt die drei Jungs. Um den Jugendlichen eine Freude zu bereiten, haben die Horns keine Kosten sowie Mühen gescheut und sind mit ihrem umgebauten Wohnmobil-Transporter tausende Kilometer gefahren, um gemeinsam mit den Waisenkindern Urlaub zu machen. Ursprünglich sollte es eine Fahrt zum schwarzen Meer werden. Die Idee hatten die Horns im vergangenen Jahr, als sie den Transporter umgebaut haben. „Die Kinderhilfe hatte über ein Jahr lang kein fahrbereites Fahrzeug, wo alle mitfahren konnten. Die Zeit wurde überbrückt, indem die Familie, welche die Waisenkinder betreut, ihren privaten PKW benutzte. Das Fahrzeug war aber auch nur bedingt fahrbereit“, erinnert sich Philipp Horn. Schon vor der Abfahrt nach Heltau gab es Probleme mit dem eigenen Transporter, der noch aufbereitet werden musste, bevor er über den TÜV kam. Drei Tage waren hier schon futsch. Als sie dann mit Verspätung in Rumänien ankamen, wurden sie sehnlichst von den Kindern aber auch den Heimeltern erwartet. In Heltau machte der Bus wieder Probleme, ein neues Getriebe musste kurzfristig eingebaut werden. Die Kinder sollten aber nicht vertröstet werden. Kurzfristig wurden die Zelte in den Bergen aufgeschlagen. Sturm und Unwetter machten auch diese Idee wieder zunichte. Aus Sicherheitsgründen wurde alles wieder abgebaut und den Rest der Woche übernachteten alle im Waisenhaus. Doch Philipp und Nicole gaben nicht auf.

  Foto: privat

Eine Fahrt zum schwarzen Meer war aufgrund der fehlenden Zeit nicht mehr möglich. Ein Plan B wurde ausgearbeitet und ausgeführt. Der Bus wurde wieder gepackt und dann ging es jeweils für Tagesausflüge nach Budapest, Bratislava und Prag. Für die Kinder war es ein tolles Erlebnis, von dem sie noch lange zehren werden. Dass es eine Herzenssache ist, den Kindern eine Freude zu bereiten, haben Philipp und Nicole mit dieser Aktion bewiesen. Die Rückfahrt nach Deutschland verlief übrigens ohne Probleme. Der nächste Besuch bei Rares, Claudiu und Nicu ist schon wieder in Planung. Im März und Oktober 2018 werden die Horns nach Heltau reisen- mit dem Flugzeug.

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