Konzert in Lüdinghausen
Weiße Socken mit großer Strahlkraft

Ascheberg/Lüdinghausen -

Ob es am Waschmittel liegt? Die Strahlkraft der Ascheberger „Weißen Socken“ reicht jedenfalls eindeutig bis nach Lüdinghausen.

Montag, 16.10.2017, 16:10 Uhr

Die „White Sox“ begeisterten am Samstag das Publikum in der Aula des Gymnasiums Canisianum
Die „White Sox“ begeisterten am Samstag das Publikum in der Aula des Gymnasiums Canisianum Foto: Foto: Nicole Klein-Weiland

Ob es am Waschmittel liegt? Die Strahlkraft der Ascheberger „Weißen Socken“ reicht jedenfalls eindeutig bis nach Lüdinghausen. Am Samstag begeisterte der etwas andere Herrenchor in der Aula des Canisianums mit Gesang und Musik in der „Nacht der weißen Socken“.

Gutes soll man teilen. Warum also nicht ein Konzept, das bei seinem Debüt in Ascheberg das Publikum begeisterte, auch in Lüdinghausen auf die Bühne bringen? Eine Idee, die aufging. „Wir werden heute Abend Spaß haben. Tun sie es uns einfach gleich“, forderte Moderator Martin Weiland die rund 200 Gäste in der Aula auf. Es fiel nicht schwer, beim anschließenden Mix von Popmusik und Evergreens in Laune zu kommen. Da zog musikalisch die „Caravan of love“ vorbei, mit gesanglicher Freude wurde Ulrich Tukurs „Evelyn“ um die Ecke gebracht und mit Abba dankte man für die Musik. Doch mitunter nehmen sich die weiß besockten Herren auch einmal ihre textliche Freiheit. Wie bei Mark Forsters „Bauch und Kopf“. Da heißt es im Original „Und zwischen den beiden steh ich“. Bei den „White Sox“ wird das Lied zur Hymne für den Chorleiter Uli Böckmann und besagte Zeile zu „Und auf den Tischen steht Pils“. Sind die Herren etwa doch nicht die Engel, als die sie sich im gleichnamigen Lied von Rammstein besingen?

Leise Töne können sie jedenfalls auch. Sechs Sänger aus den Reihen des Chors haben sich zu einem Vokalensemble zusammengeschlossen, das beim Lüdinghauser Konzert mit Claptons „Tears in Heaven“ oder „Halt mich“ von Herbert Grönemeyer viel Applaus einheimst.

Zum Abschluss packt dann noch die „White Sox“-Band ihr Repertoire aus. Denn die Herren des Männerchores sind nicht nur stimmlich fit. Einige Mitglieder zeigen in einem „Konzert im Konzert“ ihr instrumentales Können als Band mit Klavier, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug und reißen das Publikum mit Rocksongs wie „Sweet home, Alabama“ oder „Knocking on heavens door“ von den Stühlen.

„Es war ein großer Genuss ihnen beim Zuhören zusehen zu dürfen“, bedankt sich Martin Weiland zum Abschluss bei den Gästen. Die bedenken sowohl den Chor als auch Kleinensemble und Band immer wieder mit anhaltendem Applaus und fordern Zugaben. Die sie auch gerne bekommen. Nach fast dreieinhalb Stunden ist dann aber endgültig Schluss. Die „White Sox“ müssen nach Hause. Socken waschen.

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