Sandstraße Ascheberg
Parkende Autos versperren den Weg

Ascheberg -

Wenn die Autos nah an Hauswänden oder Gartenmauern stehen, bleibt Menschen mit Rollator oder Kinderwagen oft nichts anderes übrig: Sie müssen auf die Fahrbahn.

Freitag, 27.10.2017, 09:10 Uhr

Parken auf der Sandstraße: Fußgänger mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und andere schwache Verkehrsteilnehmer leiden unter der Rücksichtslosigkeit von Autofahrern.
Parken auf der Sandstraße: Fußgänger mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und andere schwache Verkehrsteilnehmer leiden unter der Rücksichtslosigkeit von Autofahrern. Foto: hbm

Die junge Frau rollt mit ihrem Auto auf den roten Streifen neben der Sandstraße, stoppt dort, steigt aus, geht zur Beifahrerseite und holt einen Korb aus dem Auto. Dass auf dem roten Streifen eine Rollstuhlfahrerin unterwegs ist, scheint sie nicht zu sehen, obwohl sie genau in diese Richtung blickt. Rücksichtslos, nennt sich dieses Verhalten wohl, denn die alte Frau mit dem Rolli muss stoppen und warten, bis die Autofahrerin ihr Anliegen erledigt hat. Immerhin: Die Lücke zwischen Auto und Wand ist so breit, dass sie mit ihrem Untersatz durch kommt. Das ist an der Sandstraße nicht immer so.

  Foto: hbm

Fakt ist: Das Parken auf dem roten Seitenstreifen ist nicht verboten. Der höhengleiche Ausbau in weiten Teilen der Sandstraße erlaubt es. An einigen Stellen verhindert die Gemeinde Ascheberg es mit Pollern, die während der intensiven Probephase eines Bereichsforums von Ascheberg Marketing erweitert wurden. Dass an anderen Stellen der sichere Durchgang für Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollator oder Rollstuhl unmöglich wird, liegt damit im Ermessen der Autofahrer. Die parken, wie das im Sommer vor Mersmann zu sehen war, sogar quer ein und nehmen Fußgängern sämtlichen Platz weg. An der Stelle werden dann auch kleine Kinder mit ihrem Rädchen genötigt, auf die gefährlichere Fahrbahn auszuweichen.

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Auf einem Abschnitt verspricht Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus eine bessere Perspektive für schwächere Verkehrsteilnehmer: „Wir werden auf der Sandstraße von der Ludwig-Jürgens-Straße bis zum Haus Nummer 70 ein eingeschränktes Halteverbot einrichten. Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises hat die Anordnung geschickt, die Schilder sind bestellt. Wenn sie geliefert werden, stellt der Bauhof sie zügig auf.“ Damit, hofft der Verwaltungsmitarbeiter, werde sich die Lage in dem Bereich deutlich entspannen. In den anderen Abschnitten sei der Knöllchenschreiber der Gemeinde im Einsatz. Er tue, was im Rahmen der Möglichkeiten gehe. Machtlos sei er aber, wenn Verkehrsschilder mutwillig umgedreht würden, wie das aktuell öfter der Fall sei.

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Zu den sensiblen Bereichen zählen Bewohner von Alten- und Caritas-Wohnheim sowie des betreuten Wohnens an der Biete, den Abschnitt zwischen den Parkmöglichkeiten vor Schwalbe/Fischer und der Einfahrt zum früheren Hof Schulze Frenking. Dort muss öfter ausgewichen werden. „Wir werden uns das Anschauen“, verspricht Sunder­haus. Im Auge behalten wolle die Gemeinde auch das Verkehrschaos, das an Schlachttagen an der Sandstraße entstehe. Auch da könne der Knöllchenschreiber einschreiten.

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