Gebühren stehen fest
Friedhöfe erhalten ein Kolumbarium

Ascheberg -

Die Gemeinde Ascheberg begegnet mit zwei Kolumbarien auf den Friedhöfen in Ascheberg und Herbern dem stetigen Wandel in der Bestattungskultur.

Mittwoch, 06.12.2017, 18:12 Uhr

Ein Beispiel für ein Kolumbarium ist auf dem Friedhof in Hiltrup zu finden.
Ein Beispiel für ein Kolumbarium ist auf dem Friedhof in Hiltrup zu finden. Foto: Grottendieck

Solche oberirdischen Stelenwände für Urnenbestattungen seien verstärkt nachgefragt worden, begründete die Verwaltung ihren Vorschlag, der im Fachausschuss einstimmig beschlossen wurde.

Am „Runden Tisch“ hatten sich zuvor Vertreter der Politik, der Hospizgruppe Ascheberg, der Seniorenbeirat, die Pfarrer sowie lokale Bestatter und Floristen im Oktober des Themas angenommen. Die Kolumbarienwände werden aus Beton sein, die einzelnen Urnenfächer werden durch Natursteine geschlossen. Vorteil dieser Bestattungsform: Sie ist in der Regel vollständig pflegefrei.

Bei der Wahl der Standorte hat man sich im Falle des Friedhofs in Herbern auf den südwestlichen Bereich nahe der Bodelschwinghstraße und im Falle Aschebergs auf den neuen Friedhofsteil in der Nähe des Hochkreuzes geeinigt. Hier soll jeweils ein Kolumbarienmodul mit zwölf Wandkammern aufgestellt werden. Pro Kammer können zwei Urnen beigesetzt werden. Die Stelen sind Wahlgrabstellen und können später problemlos erweitert werden. Vergeben werden die Wandkammern erst im tatsächlichen Todesfall, zu Lebzeiten sei eine Vergabe nicht möglich, lauten die Regularien.

Die Anregung des „Runden Tisches“, vor dem Kolumbarien ein Pflanzbeet anzulegen, wurde angenommen.

Hier könne die Asche des Verstorbenen nach Ablauf der Ruhefrist beigesetzt werden. Die Errichtung einer Kolumbarienwand kostet 14 000 Euro. Die somit anfallenden Kosten von 28 000 Euro wird die Gemeinde über die Grabstättengebühr finanzieren.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat diese Woche auch die Gebühren festgelegt. Eine Doppelgrabstelle, in der also zwei Urnen Platz finden, wird mit 1284 Euro für 20 Jahre berechnet. Bestattungsgebühren fallen nicht an.

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