In der Ascheberger Gnadenkirche
„Umleitungen“ führen Besucher in die 1960er Jahre

Ascheberg -

„Umleitungen – eine literarische und musikalische Reise auf Hauptstraßen und Nebenwegen“ beschreiben Ulrike Schlottbohm und Bernd Herrmann ihr Programm zu Franz-Josef Degenhardt.

Mittwoch, 07.02.2018, 08:02 Uhr

Ulrike Schlotthohm und Bernd Hermann präsentieren Umleitungen.
Ulrike Schlotthohm und Bernd Hermann präsentieren Umleitungen.

Der Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinde Ascheberg – die seit der Fusion mit den Drensteinfurtern zur „Vereinigte Mirjam Kirchengemeinde Ascheberg-Drensteinfurt“ gehört – lädt zu einer Veranstaltung in die Ascheberger Gnadenkirche ein. Ulrike Schlottbohm und Bernd Herrmann werden dort am 23. Februar (Freitag) ihr Programm „Umleitungen – eine literarische und musikalische Reise auf Hauptstraßen und Nebenwegen“ präsentieren. „Der Eintritt ist frei“, sagt Ulrike Naim, Vorsitzende des Fördervereins.

„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ – Wer kennt nicht dieses Lied aus den 1960er Jahren! Franz-Josef Degenhardt schuf damit eine sozial-kritische Gesellschaftsbeschreibung dieser Zeit, die zu einem musikalischen Meilenstein der Liedermacher und der Studentenbewegung wurde. Die Liedtexte von Franz-Josef Degenhardt und literarische Texte von Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Erich Kästner und Kurt Tucholsky bilden das Fundament eines poetischen Abends unter dem Titel „Umleitungen“ von Ulrike Schlottbohm als Rezitatorin und Bernd Herrmann als Sänger und Gitarrist.

„Ändern Sie die Richtung! Beachten Sie den Richtungswechsel! Dieser Weg ist gesperrt! Bitte wenden! Bitte wenden! Nehmen Sie die Umleitung!“ so schallt es zu Beginn aus dem Lautsprecher. Und dann nehmen die Beiden ihre Zuhörer in ihrem Programm mit in unbekanntes Terrain, auf „Nebenstraßen und Sackgassen des Lebens“.

Die Lieder von Franz-Josef Degenhardt bieten den Blick auf Randgruppen und Randgebiete abseits des Mainstreams. „Du wirst umgeleitet, von der großen Straße musst du ab, fährst kreuz und quer“, heißt es in dem titelgebenden Lied „Umleitung“. „Machen Sie mit uns auf den musikalischen und lyrischen Umwegen und Nebenwegen Ihre eigenen Erfahrungen, werfen Sie einen Blick jenseits der öffentlichen Fassaden. Wohin aber gehen wir? Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken über Ängste und Sorgen vor dem Unbekannten, Fremden“, fordert Ulrike Schlottbohm, die mit ihren Rezitationen bereits mehrfach in Ascheberg und Umgebung aufgetreten ist, vom Zuhörer. Bernd Herrmann, der in Ascheberg mit seiner Bob-Dylan-Hommage auftrat, ergänzt: „Für mich sind Franz-Josef Degenhardts Liedtexte das deutsche Pendant zu Bob Dylan. Degenhardt hat es in den 60er und 70er Jahren verstanden, einer noch in alten Strukturen verharrten Gesellschaft mit seiner ganz eigenen Sprachwelt einen kritischen Spiegel vorzuhalten.“ Heute sind sie aktueller denn je.

Das Programm „Umleitungen“ beginnt am 23. Februar um 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Ascheberg, Hoveloh. Der Eintritt ist frei.Für Rückragen steht Ulrike Naim ( ✆ 0 25 93/68 52) bereit.

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