Kolpingspielschar Ascheberg
Müllers Tochter ist geblieben

Ascheberg -

Vor 40 Jahren stand sie bei Möllers Drüsken erstmals auf der Theaterbühne. Hanne Rehr ist der Kolpingspielschar treu geblieben. Und singt ihr Debütlied immer noch gerne.

Freitag, 09.02.2018, 19:02 Uhr

  In 40 Jahren kommt ein umfangreiches Bilderbuch zusammen. Für Hanne Rehr, die jetzt Regie führt, begann es 1978 mit „Möllers Drüsken“ (unten links).
  In 40 Jahren kommt ein umfangreiches Bilderbuch zusammen. Für Hanne Rehr, die jetzt Regie führt, begann es 1978 mit „Möllers Drüsken“ (unten links). Foto: hbm

Raus auf die Bühne und singen! Hanne Rehr hat ihren ersten Auftritt auf der Theaterbühne nicht vergessen. Als „Möllers Drüsken“ singt sie aus voller Kehle. Das Lied begleitet sie seit ihrem Debüt. Die Aschebergerin ist heute noch textsicher. Gerade hat sie das Lied der Müllers Tochter wieder vor Publikum zum Besten gegeben. Mit einem Blumenstrauß für 40 Jahre in der Laienspielschar der Kolpingsfamilie Ascheberg in Händen.

Einige Wochen vor dem Debüt stand Franz Heubrock bei Familie Rehr vor der Tür. Er suchte eine Jugendliche für die Rolle der Müllers Tochter. „Meinen Eltern hat er gesagt, ich könne das wohl spielen“, erinnert Rehr sich an die Frage, die mit Zweifeln beantwortet wurde. Denn die Tochter des Hauses war nicht volljährig, hatte keinen Führerschein und in der dunklen Jahreszeit zu den Proben und heim nach Hause mit dem Fahrrad zu fahren – das ging nicht.

Hanne Rehr singt "Möllers Drüsken"

„Franz Heubrock hat versprochen mich zu jeder Probe abzuholen“, erinnert sich die Aschebergerin. Der Regisseur aus den 1970er Jahren hat Wort gehalten und so kam es zum Debüt. Bis heute ist „Möllers Drüsken“ das Lieblingsstück von Hanne Rehr geblieben: „Das erste Mal auf der Bühne vergisst man nicht.“

Beim Blick auf 40 Jahre erinnert Rehr sich daran, dass der Aufenthalt nicht immer in der Bücherei war: „Es gab unter der Bühne einen kleinen Raum mit wenig Platz. Da stand ein Sofa, von dem man nicht aufstehen durfte, denn dann war der Platz vergangen.“ Aus der Vielzahl von Stücken, die sie auf der Bühne erlebt hat, mag sie – außer eben dem Natz-Thier-Klassiker vom ersten Mal – nichts herausheben.

Aus dem Fotalbum der Ascheberger Spielschar

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  • 1978, der Start mit Möllers Drüsken

    Foto: hbm
  • 1979: Verschriewung

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  • Aus dem Album der Kolpingspielschar Ascheberg Foto: hbm
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Hanne Rehr erlebte nach Franz Heubrock Max Olbrich als Regisseur. Als der 2001 den Opa Jakobs auf die Bühne brachte, übernahm Rehr die Regie. „Keen Tied für Opa“ war ihr Debüt als „Frau, dei et hier te säggen hätt“. Der Unterschied ist gewaltig: „Plötzlich trägt man die Verantwortung für alles.“ Das Schwierigste und Entscheidendste passiert vor der ersten Probe: Die Auswahl des Stückes. „Ich lese bis zu 15 Bücher, bevor eine Entscheidung fällt“, erzählt Rehr. Und wenn es dann ans Werk geht, weiß die Regisseurin, dass sie sich aufs Team verlassen kann. Froh ist sie, dass in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Debütanten gefunden wurden, die den Pool an Laienspielern so wachsen lassen, dass Stücke nicht von vornherein ausgeschlossen werden müssen. Und sie schätzt, dass die erfahrenen Akteure die neuen Fremdsprachler an die Hand nehmen, mit ihnen Plattdeutsch pauken und ihnen helfen, sich in Sprache und Stück einzufinden. „Ich kann mich nur an ein Mal erinnern, das ist schon lange her, da mussten wir per Zeitungsaufruf einen Spieler suchen. Martin Höring ist so zu uns gekommen“, berichtet Rehr. In diesem Jahrtausend hat die Jubilarin nur einmal gepasst: „Vor einem Jahr war es mit der Arbeit nicht zu vereinen, da musste eine Pause sein.“ Denn eins ist nach 40 Jahren auch klar: Die Stunden, die Hanne Rehr beim Lesen, bei Proben und Aufführungen gelassen hat, sind nicht mehr aufzuaddieren. Ihr Fazit fällt anders aus: „Es macht einen Riesen-Spaß.“

Das erste Stück vergisst man nicht. Es bleibt mein schönstes Stück.

Hanne Rehr

Das Team nimmt mir viel Arbeit ab. So macht die Arbeit als Regisseurin Spaß.

Hanne Rehr
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