Großeinsatz
Eine Tote nach Brand in Einfamilienhaus

Ascheberg-Herbern -

Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Ascheberg-Herbern ist am Montagmorgen eine Frau ums Leben gekommen. Die Ursache für das Feuer ist bislang unklar. 

Montag, 12.03.2018, 11:03 Uhr

Großeinsatz: Eine Tote nach Brand in Einfamilienhaus
Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei rückten in Ascheberg-Herbern wegen eines Brandes in einem Einfamilienhaus an. Foto: Dietrich Harhues

Beim Brand eines Einfamilienhauses an der Ondrup-Nordicker-Straße ist eine 66-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen. Das Feuer war gegen 10 Uhr von Nachbarn bemerkt worden. Ihnen war aufgefallen, dass Qualm aus dem Dachfenster des freistehenden Hauses stieg. Wie Gemeindebrandinspektor Rainer Koch schildert, war die Ascheberger Feuerwehr um 10.04 Uhr von der Leitstelle alarmiert worden.

Mit Wärmebildkameras durch den Rauch

Die Löschzüge Ascheberg, Herbern und Davensberg rückten mit 35 Einsatzkräften aus. Unterstützung leisteten überdies die Kameraden eines der Löschzüge aus Werne, die auf Anforderung aus Ascheberg unter anderem mit einer Drehleiter vor Ort waren.

Am Einsatzort hatte die Menschenrettung oberste Priorität, betont Koch. Die Feuerwehr konnte das Haus erst nach Einschlagen der Scheiben betreten. Fünf Trupps zu je zwei Wehrleuten drangen unter Atemschutz von allen Seiten in das Gebäude ein.  Aufgrund von starker Rauchentwicklung gestaltete sich die Suche, bei der auch Wärmebildkameras eingesetzt wurden, als schwierig. „Es herrschte null Sicht“ schildert Koch. Den Leichnam der Eigentümerin fanden sie im Wohnzimmer. Dort lag auch der Ausgangspunkt des Brandes, lauten Informationen der Polizei.

Brand in Herbern fordert eine Tote

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  • Für die 66-Jährige Bewohnerin des Hauses an der Ondrup-Nordicker-Straße kam die Hilfe zu spät. Sie kam bei dem Brand ums Leben.

    Foto: di
  • Die Löschzüge Ascheberg, Herbern und Davensberg waren ausgerückt, Unterstützung leisteten auch die Kamerade aus Werne.

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  • Das Feuer war im Erdgeschloss des Wohnhauses entstanden.

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  • Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz.

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  • Die Bewohnerin war alleine in ihrem Haus, als das Feuer ausbrach.

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  • Die gesamte Ascheberger Feuerwehr, ein Löschzug mit Drehleiter aus Werne und der Rettungsdienst waren im Einsatz.

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  • Auch eine Notfallseelsorgerin war am Einsatzort zur Stelle.

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  • Unter Atemschutz waren mehrere Trupps gleichzeitig in das stark verrauchte Gebäude vorgedrungen.

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  • Für die 66-Jährige Bewohnerin des Hauses an der Ondrup-Nordicker-Straße kam die Hilfe zu spät. Sie kam bei dem Brand ums Leben. Foto: di
  • Allein aus Ascheberg waren 35 Kräfte im Einsatz.

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  • Für die 66-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

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  • Die Ascheberger Feuerwehr war komplett ausgerückt und hatte noch nachalarmiert, um Unterstützung aus Werne zu erhalten.

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  • Unter Pressluftatmung waren die Wehrleute in das Gebäude eingedrungen.

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  • Brand an der Ondrup-Nordicker-Straße

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  • Brand an der Ondrup-Nordicker-Straß

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  • Brand an der Ondrup-Nordicker-Straß

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  • Brand an der Ondrup-Nordicker-Straß

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Ergebnisse frühestens Mittwoch

Die Vermutung, dass sich eine zweite Person in dem Haus aufgehalten habe, bestätigte sich nicht, äußert der Einsatzleiter erleichtert. Für die 66-Jährige kam die Hilfe aber zu spät: Versuche von Notarzt und Rettungsdienst, die Hauseigentümerin zu reanimieren, bleiben ohne Erfolg.

Die Ursache des Brandes ist noch offen. Die Ermittlungen hat die Kripo aus Lüdinghausen übernommen, berichtet Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding. Die Beamten ziehen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster auch einen Brandsachverständigen hinzu, ergänzt der  Kriminalhauptkommissar. Mit Ergebnissen sei „frühestens Mittwoch zu rechnen“, so die Polizei.

Einsatz nimmt Feuerwehrleute mit

Aschebergs Wehrführer Rainer Koch räumt ein, dass der tragische Tod der Bewohnerin auch den Angehörigen der Löschzüge nahe geht. „Das ist kein Allerwelts-Einsatz“, hob Koch hervor. Auch bei den „robusten“ Wehrleuten gelte es als Führungsebene dafür aufmerksam zu bleiben, wie die Kameradinnen und Kameraden verarbeiten, was sie im Einsatzgeschehen erleben.

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