Nähkursus der Flüchtlingshilfe Ascheberg
Kommunikation an ratternden Nähmaschinen

Ascheberg -

Mit dem jetzt gestarteten Nähkursus für Flüchtlinge will die Flüchtlingshilfe Ascheberg versuchen, die Flüchtlinge in der Gemeinde weiterhin zu integrieren.

Dienstag, 13.03.2018, 18:03 Uhr

Bärbel Rogoll leitet den Nähkursus, der über die Arbeit mit den gespendeten Nähmaschinen hinaus die Möglichkeit zu vielen Gesprächen bietet.
Bärbel Rogoll leitet den Nähkursus, der über die Arbeit mit den gespendeten Nähmaschinen hinaus die Möglichkeit zu vielen Gesprächen bietet. Foto: iss

Mit dem jetzt gestarteten Nähkursus für Flüchtlinge will die Flüchtlingshilfe Ascheberg versuchen, die Flüchtlinge in der Gemeinde weiterhin zu integrieren. „Es ist schön zu sehen, mit welcher Freude die Frauen neue Fertigkeiten erlernen und dabei richtig Spaß haben“, sagt Maria Schumacher, erste Vorsitzende der Flüchtlingshilfe. Und so werden unter Anleitung von Schneidermeisterin Bärbel Rogoll zu Übungszwecken zunächst gerade Linien und Zick-Zack-Linien genäht, um mit der Nähmaschine vertraut zu werden. Danach geht es ans Eingemachte: kleine Kissen oder Duftsäckchen sind zu fertigen. Drei Migranten und eine Deutsche nehmen an dem Nähkursus in der Flüchtlingsunterkunft im Breil in Ascheberg teil. Neben der Schneidermeisterin stehen auch Annegret Averkamp, Myriam Krause und Ulrike Schlottbohm mit Rat und Tat zur Seite. „Die erste Übungseinheit war schon ein voller Erfolg. Wenn Deutsch und Englisch nicht weiterhelfen, kommt die Körper- und Zeichensprache zum Einsatz“, sagt Bärbel Rogoll. Am Ende haben die Frauen viel kommuniziert, gelacht und sind stolz, etwas Sinnvolles mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Angeschubst wurde dieses Projekt durch die Immigrationsberaterin Sabine Schröber vom Sozialdienst katholischer Frauen beim Treffen der Steuerungsgruppe im Januar. Neun Nähmaschinen wurden gespendet und Rogoll hat ihre Hilfe sofort zugesagt. Neben dem Nähprojekt startete am Freitag auch das „Café International“ in der Flüchtlingsunterkunft in Ascheberg. Weitere Projekte wie ein Theaterprojekt sind in Planung. Sie alle sollen helfen, dass die Flüchtlinge ein Stück weit die deutsche Kultur kennen lernen, um sich schneller zu integrieren.

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