WN-Leserfrage: Wie viele WM-Nationen sind in der Gemeinde vertreten?
20 Teams haben Fans in Ascheberg

Ascheberg -

„100 Prozent Spanien!“ Oscar Franco Cabrera muss nicht lange überlegen. Vier Jahre an der Ascheberger Biete haben an seinen Sympathien nichts verändert. Der Spanier drückt „La Furia Roja“ die Daumen - ohne wenn und aber. Manuela de Souza ist zwar in Hiltrup geboren, wird aber morgen im Spiel gegen Spanien mit der portugiesischen Mannschaft mitfiebern. Ebenfalls „zu 100 Prozent“. Schwieriger wird es, wenn der Europameister auf Deutschland treffen würde, denn de Souza mag auch die Löw-Jungs: „Mein Herz schlägt für beide Mannschaften. Getreu dem Motto, der Bessere möge gewinnen.“ Für sie gehören Glück und Freude zum Fußball. Und er bringt die Menschen zusammen: „Mein Sohn Laurin kommt aus Neuss, um das Spiel mit der Oma in Wolbeck zu schauen.“

Mittwoch, 13.06.2018, 20:30 Uhr

Geboren in Kroatien ist Petar Javoljevic Fan der Deutschen Nationalmannschaft. Petar Jakovljevic zeigt mit der Fahnengröße, dass Deutschland ihm näher liegt als sein Geburtsland Kroatien.
Geboren in Kroatien ist Petar Javoljevic Fan der Deutschen Nationalmannschaft. Petar Jakovljevic zeigt mit der Fahnengröße, dass Deutschland ihm näher liegt als sein Geburtsland Kroatien. Foto: iss

Die beiden Beispiele zeigen auf, was ohnehin klar ist: In der Gemeinde leben Menschen, die bei der Fußball-Weltmeisterschaft anderen Nationen die Daumen drücken. An der Stelle passt nun die Frage eines WN-Lesers: „Wie viele Nationen, die bei der WM mitspielen, sind auch in der Gemeinde Ascheberg vertreten?“ Wie viel Multikulti ist in Ascheberg, Davensberg und Herbern zu finden?

 

Eine Nationalitätenliste der Gemeinde Ascheberg kommt auf 82 Nationalitäten, die hier vertreten sind. Von den 32 Ländern, die ab heute dem Ball in Moskau, St. Petersburg, Sotschi und anderen Städten nachjagen, sind 20 in Ascheberg vertreten. In der Gruppe B mit Spanien und Portugal haben auch Marokko und der Iran Anhänger in Ascheberg. Und damit nimmt dieses Quartett eine Sonderrolle ein. Genauso wie die Gruppe F mit Deutschland. Klingt jetzt vielleicht skurril, ist aber so: Mexiko, Schweden und Südkorea sind in der Gemeinde nicht vertreten. In Ascheberg nicht zu Hause sind aus Europa auch Dänemark und Island. Aus Afrika fehlt hier jemand aus dem Senegal, aus Asien sind Südkorea und Saudi-Arabien nicht dabei. Die größten Lücken ergeben sich in (Süd-)Amerika: Argentinien, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko, Panama und Uruguay. Die Quote von 20:12 würde übrigens anders aussehen, wenn etwa Italien, Chile, Österreich, Türkei oder die Niederlande es nach Russland zur WM geschafft hätten. Oder auch USA, Ukraine, Kamerun, Ghana, Griechenland oder Bulgarien.

Es ist übrigens keine Automatik, dass mit anderen Wurzeln auch das Team des Geburtslandes angefeuert wird. „Ich lebe seit 49 Jahren in Deutschland und somit stellt sich die Frage eigentlich nicht. Mein Herz schlägt für die Deutsche Nationalmannschaft“, sagte Petar Jakovljevic als gebürtiger Kroate. Wenn Deutschland im direkten Vergleich gegen Kroatien spielt ist der 57-Jährige Herberner immer etwas zwiegespalten bleibt aber den Deutschen treu. „Das ist meine Mannschaft und für mich auch dieses Mal ein haushoher Favorit.“

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