Wohnbaugrundstücke in Herbern
CDU lenkt den Blick in das Dorf

Herbern -

Klassische Wohngebiete sind wegen des Regionalplans kaum möglich. Die CDU fordert für Herbern, den Blick an innen zu richten.

Donnerstag, 14.06.2018, 18:00 Uhr

Herbern wachsen zu lassen, wie das für die Gewerbegebiete hier eingezeichnet ist, geht für Wohngebiete nicht mehr.
Herbern wachsen zu lassen, wie das für die Gewerbegebiete hier eingezeichnet ist, geht für Wohngebiete nicht mehr. Foto: Christ

Für das neue Herberner Gewerbegebiet hat die Gemeinde Ascheberg aus dem Regionalplan Flächen „zusammengekratzt“, damit der Flächennutzungsplan in den Bereich geändert werden kann. Das kleinteilige Arbeiten unterstreicht, dass die Potenziale fürs Wachsen kleiner werden. Ein klassisches Wohngebiet wird sich kaum für Herbern ausweisen lassen. Andersherum sind gemeindeeigene Wohnbaugrundstücke im Dorf aktuell nicht zu bekommen. Da für die nähere Zukunft der Blick nicht auf den nächsten Grünstreifen in Dorfnähe geworfen werden kann – dafür müsste der Regionalplan mehr Möglichkeiten anbieten – lenkt die CDU-Fraktion den Blick in den Ort. Ihr Fraktionssprecher Ludger Wobbe formuliert: „Um zusätzliche Möglichkeiten zur Bebauung zu schaffen, könnte eine Nachverdichtung in älteren Wohngebieten mit regelmäßig ‚größeren‘ Grundstücken, beziehungsweise Maßnahmen zur Innenentwicklung erfolgen. Daher soll ein Fachbüro beauftragt werden, um Realisierungspotenziale in der Ortschaft Herbern zu erkunden und dem Fachausschuss vorzustellen. Diese Untersuchung könnte angelehnt sein an eine bereits vor einigen Jahren durchgeführte Untersuchung des Wohngebietes Siepen.“

Für das Gewerbegebiet in Herbern läuft aktuell das Verfahren, mit dem der Regionalplan geändert werden soll. Die 16. Änderung liegt gerade bei den zuständigen Stelle öffentlich aus. Vermerkt ist, dass die Möglichkeit besteht, bei einem schnellen Bebauen des Gewerbegebiets, nicht alle Flächen an anderer Stelle zurücknehmen zu müssen. Wenn der Druck aufs Herberner Gewerbegebiet groß ist, könnte Ascheberg also zusätzliche Flächen erhalten – das ist Zukunftsmusik.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5819563?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Fahrlässige Tötung durch Versäumnisse beim Grünschnitt
Gegen zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Wadersloh wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.
Nachrichten-Ticker