25 Pferdewirte aus dem Nachbarland besuchen Betrieb in Arup
Franzosen fragen Ferkmann

Herbern -

Eine Gruppe von 25 zukünftigen Pferdewirten aus Frankreich besuchte vor Kurzem reiterlich besonders interessante Ausbildungsstätten und Pferdezuchtbetriebe in Westfalen, darunter den Hof Ferkmann in Arup.

Mittwoch, 08.08.2018, 20:00 Uhr

Claudia Elsner (re.) hatte den Besuch bei Egon Ferkmann und seiner Lebensgefährtin Andrea Storch organisiert.
Claudia Elsner (re.) hatte den Besuch bei Egon Ferkmann und seiner Lebensgefährtin Andrea Storch organisiert. Foto: privat

Eine Gruppe von 25 zukünftigen Pferdewirten aus Frankreich besuchte vor Kurzem reiterlich besonders interessante Ausbildungsstätten und Pferdezuchtbetriebe in Westfalen. Die jungen Franzosen sind Schüler einer staatlichen Fachschule für Berufe in Pferdezucht und Reitsport in Rambouillet, 80 Kilometer südwestlich von Paris. Rambouillet ist bekannt durch sein wunderschönes Schloss, die Sommerresidenz des jeweiligen französischen Präsidenten.

Im Park dieses Schlosses befindet sich die renommierte und in Frankreich sehr bekannte Schule für spätere Pferdeexperten, die in einer dualen Ausbildung auch bis zum Abitur geführt werden. Die Gruppe besuchte im Rahmen ihrer Fortbildung zunächst Warendorf und wurde von Frank Ostholt , Olympiasieger und Weltmeister im Vielseitigkeitsreiten, über die Anlage des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei geführt und dabei über die Organisation des Spitzensports in Deutschland informiert.

Die Struktur der deutschen Berufsreiterausbildung erläuterte ihnen Markus Scharmann aus der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in einem Referat. Vertiefen konnte dies später in Münster-Handorf der Leiter der Westfälischen Reit- und Fahrschule, Jörg Jacobs, bei der Präsentation seines Betriebes.

Das Landgestüt in Warendorf zählte zu den weiteren Programmpunkten und auch Wilhelm Holkenbrink in Münster-Albachten zeigte die Zuchthengste seiner Privathengststation.

Besonderes Interesse galt dem abschließenden Besuch des Pferdezucht- und Aufzuchtbetriebes von Egon Ferkmann in Herbern, denn bereits in den Vorjahren hatten einige junge Franzosen aus der Schule in Rambouillet hier ein Praktikum absolviert. So galt der Hof unter ihnen als „Geheimtipp“ wegen der hohen Fachkompetenz des Besitzers und der herzlichen Aufnahme, die sie hier erleben konnten.

Bei einem gemeinsamen Gang über den Hof und zu den Weiden stellten die französischen Gäste viele Fragen und sie staunten über beiläufige Hinweise des Hofbesitzers wie „diese tragende Stute hat den Großen Preis von Monaco gewonnen“ oder „diese hat bei zwei Prüfungen in Aachen gesiegt.“

Bei kühlen Getränken im Garten diskutierten Egon Ferkmann und seine Besucher so interessiert über Pferdezucht und Ausbildung, dass sogar das Abendessen der Gruppe in ihrer Jugendherberge telefonisch verschoben werden musste.

Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich arbeiten die jungen Franzosen an einem schriftlichen Bericht über ihre Eindrücke und fachlichen Erkenntnisse in Deutschland. Sobald er fertig gestellt ist, wird auch Egon Ferkmann ein Exemplar erhalten und ganz bestimmt werden auch in Zukunft wieder Praktikumsinteressenten aus Frankreich bei ihm anfragen.

Den Kontakt zu Westfalen wurde hergestellt durch Claudia Elsner, die als ehemalige Gymnaiallehrerin, Reitausbilderin und Turnierrichterin enge Beziehungen zu Frankreich hat, nicht zuletzt bedingt durch zahlreiche Aufenthalte beim Cadre Noir in Saumur, der berühmten französischen Nationalreitschule. Bereits seit einigen Jahren organisiert sie Praktika im Pferdesport und Fortbildungsreisen für die Schule in Rambouillet.

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