Keine Auftragsvergabe nach der ersten Ausschreibung
Rettungswache dreht Ehrenrunde

Ascheberg -

Wer an der Herberner Straße erwartet, dass der Baukran an der Grashüpfer-Kita in unmittelbarer Nachbarschaft Gesellschaft erhält, wird in diesen Tagen enttäuscht.

Freitag, 07.09.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 08:00 Uhr
Der Bau der Rettungswache auf der Fläche zwischen der Kita Grashüpfer und der Herberner Straße verzögert sich mindestens bis zum Frühjahr 2019, weil die erste Ausschreibungsrunde ohne passende Angebote blieb.
Der Bau der Rettungswache auf der Fläche zwischen der Kita Grashüpfer und der Herberner Straße verzögert sich mindestens bis zum Frühjahr 2019, weil die erste Ausschreibungsrunde ohne passende Angebote blieb. Foto: hbm

Wer an der Herberner Straße erwartet, dass der Baukran an der Grashüpfer-Kita in unmittelbarer Nachbarschaft Gesellschaft erhält, wird in diesen Tagen enttäuscht. Der Kreis Coesfeld, der den verzögerten Bau der neuen Rettungswache noch im Sommer für den September angekündigt hatte, hat in der ersten Vergabe-Runde keinen passenden Bauunternehmer gefunden. „Wir müssen noch einmal neu ausschreiben, weil die Angebote bei der Submission nicht passten. Zurzeit gehen wir von einem Baustart im April 2019 aus. Die Rettungswache soll Ende 2019 fertig sein“, erklärt Dietrich Aden, persönlicher Referent von Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, auf WN-Anfrage.

„Das ist keine schöne Nachricht“, kommentiert Bürgermeister Dr. Bert Risthaus die erforderliche Ehrenrunde der Ausschreibung, die zwischen dem 25. Juni und 17. Juli kein passendes Ergebnis gebracht hatte. Der Ascheberger Verwaltungschef erfuhr die erneute Verzögerung übrigens erst von den „ Westfälischen Nachrichten“. Dass ein wichtiges Puzzleteil fürs Ansiedeln des Combi-Marktes im Ort mit einem neuen Zeitstrahl versehen ist, hatte das Kreishaus ihm bisher nicht mitgeteilt.

Trotzdem hat Risthaus Verständnis: „Die Handwerker haben volle Auftragsbücher. Das ist eine wilde Zeit. Wir sind froh, dass unsere Pläne beim Feuerwehrgerätehaus in Ascheberg aufgegangen sind. Dort hatten wir Preissteigerungen schon eingerechnet und haben ganz gut gelegen. Für den Anbau in Davensberg mussten wir aber ein zweites Mal ausschreiben. Insofern sind uns die Probleme bekannt.“

Der Kreis wird seine Ausschreibung überdenken und die Pakete neu zusammenstellen. Das, so Aden, werde bis zum Jahresende geschehen. Dann werde der Bau der Rettungswache neu ausgeschrieben. Das eingangs beschriebene Szenario mit dem Baustart im Frühjahr des nächsten Jahres schließt sich an. Risthaus, vor seiner Zeit als Bürgermeister in Ascheberg selbst als persönlicher Landrat-Referent Mitarbeiter der Kreisverwaltung, hat sich versichern lassen, dass „der Kreis alles tun wird, um die Rettungswache möglichst schnell fertigzustellen.“

Die Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus an der Raiffeisenstraße sind nach leicht verspätetem Beginn wieder im Zeitplan. Aktuell ist mit einem Umzug im Herbst 2019 zu rechnen. Danach könnte das alte Gebäude Platz machen. Doch die DRK-Rettungswache wird, Stand heute, noch bis zum Jahresende 2019 benötigt. Beide müssen das Areal räumen, damit dort ein neuer Combi entstehen kann. Erst dann wird eine Drogeriekette bereit sein, eine Filiale in Ascheberg zu eröffnen, ist der aktuelle Mitteilungsstand aus dem Rathaus zu einem weiteren Puzzleteil des Großprojektes.

Für den Bau des Combi bedarf es eines rechtssicheren Bebauungsplans. Daran wird aktuell gearbeitet. Die Ergebnisse der vorzeitigen Bürgerbeteiligung sind zu bewerten, zurückzuweisen oder in die Pläne einfließen zu lassen. Dann folgt die Offenlage mit weiteren Ergebnissen. Am Ende steht der Satzungsbeschluss. Im Wissen um die Probleme des Kreises wächst das Zeitfenster für diesen Prozess. Er sollte abgeschlossen sein, wenn abgerissen werden kann – aktuell also Ende des nächsten Jahres.

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