Kirchenchor setzt als Bauern-Familie Lambertus-Tradition fort
Sänger meistern Schauspiel-Debüt

Ascheberg -

Beim traditionellen Lambertus-Spiel haben Sänger des Kirchenchores ihr Debüt als Darsteller der Bauern-Familie gemeistert. Doch nicht jede Neuerung stieß auf die ungeteilte Zustimmung des Publikums.

Freitag, 21.09.2018, 12:12 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.09.2018, 16:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 12:12 Uhr
Mitglieder des Kirchenchores St. Lambertus gaben ihr Debüt als Bauernfamilie beim Lambertus-Spiel anlässlich des Patronatsfestes der katholischen Kirchengemeinde.
Mitglieder des Kirchenchores St. Lambertus gaben ihr Debüt als Bauernfamilie beim Lambertus-Spiel anlässlich des Patronatsfestes der katholischen Kirchengemeinde. Foto: Tina Nitsche

Es war ein Debüt, und das meisterte der Kirchenchor St. Lambertus mit Bravour. Denn am Sonntagabend stellten die Mitglieder beim diesjährigen Lambertus-Spiel erstmals die Bauernfamilie. „Nach nur einmal Üben“, verriet Silke Nientidt , die in die Rolle der Magd geschlüpft war, lachend.

Als Bauer fungierte Hubertus Beckmann , und der brillierte durch Charme und musikalisches Talent. Der Sänger ließ sich da nicht wirklich verleugnen. Silke Börtz war die Bäuerin an seiner Seite, Renate Sorges mimte den Knecht, Anne Averkamp war als Knecht unterwegs, ihr Mann Thomas begeisterte als Schornsteinfeger. Nicht singend dafür aber eifrig schleckend eroberte Susanne Wierling in der Rolle des Pannleckers die Herzen der Zuschauer. Als Bauernkinder hatten die Sänger Marie Pape und Felina Frönd „rekrutiert“.

Doch das Debüt des Kirchenchors war nicht die einzige Neuerung an diesem Abend. Denn erstmals tanzte die Bauernfamilie nicht alleine um den Lambertus-Stuhl, sondern wurde dabei von einem gesonderten Kreis mit Kindern umgeben. Das allerdings stieß bei den Zuschauern nicht unbedingt auf Beifall. „Wie es früher war, war es schöner, da standen Jung und Alt im großen Außenkreis und die Bauernfamilie war das Highlight“, sprach dann eine Besucherin das laut aus, was wohl die Meinung vieler widerspiegelte.

Bevor die Bauernfamilie auftrat, gaben die Lambertusspatzen, bei der vom Heimatverein Ascheberg organisierten Veranstaltung, ihr Können zum Besten. Doch im Gegensatz zu sonst tanzten während dessen keine Kinder um den Lambertus-Stuhl. Sie warteten brav mit ihren bunten Laternen hinter dem roten Seil, das der Löschzug Ascheberg gespannt hatte. Bewegung kam dann allerdings ins Spiel, als die Lambertusspatzen den Kreis eroberten und dort singend und tanzend ihren Liedern Ausdruck verliehen und damit für die Zuschauer auch visuell etwas boten. Hubert Wobbe, neuer Vorsitzender des Heimatvereins, freute sich über die gute Beteiligung. Nach der gelungenen Aufführung der Bauernfamilie, folgte der traditionelle Umzug, der vom Ascheberger Löschzug und dem Kolpingspielmannszug begleitet wurde.

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