So sind sie, die Hildegards:
„Fröhlich, arbeitsam und lebenslustig“

Ascheberg -

Anlässlich ihres Namenstages fanden sich am Montag 13 Hildegards zu einem entspannten gemeinsamen Frühstück zusammen und entdeckten so manche Gemeinsamkeit.

Freitag, 21.09.2018, 12:12 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.09.2018, 17:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 12:12 Uhr
13 Mal Hildegard auf einen Streich: Am Montag feierten alle Hildegards Namenstag. In Ascheberg gibt es viele Namensvetterinnen, die seit sechs Jahren ihren Namenstag gemeinsam feiern.
13 Mal Hildegard auf einen Streich: Am Montag feierten alle Hildegards Namenstag. In Ascheberg gibt es viele Namensvetterinnen, die seit sechs Jahren ihren Namenstag gemeinsam feiern. Foto: Tina Nitsche

Wenn gleich fünf Hildegards vor der Kirchentür stehen, dann bleibt das nicht ohne Folgen. So geschehen vor sechs Jahren. Drei von besagten Hildegards, nämlich Hildegard Kuhlmann , Hildegard Beuckmann und Hildegard Wobbe , fanden das verblüffend und kreierten daraus eine Idee. Eine, die heute übrigens schon Nachahmer in der Gemeinde gefunden hat. Sie initiierten das Hildegard-Treffen. Zuvor begaben sich die Damen auf Spurensuche. In Ascheberg. Und sie waren erstaunt, „dass wir über 30 Namensvetterrinnen ausmachten“, gibt Hildegard Kuhlmann zu.

Alle Hildegards, die ausfindig gemacht wurden, erhielten eine Einladung, die beinhaltete, dass es etwas zu feiern gibt. Wann? Am 17. September? Was? Den Namenstag, des Namens, der zwischen 1910 und 1925 zum häufigsten Babynamen bei Mädchen zählte und der übrigens auch schon im Mittelalter in Deutschland verbreitet war. Da hat auch so manche Hildegard, was wie Hildegard Wobbe schnell nachgeschaut hat, „die im Kampf Schützende“ bedeutet, durchaus schon Geschichte geschrieben. „Hildegard von Bingen zum Beispiel“, nennt Hildegard Schröer da einen großen Namen. „Die war eine Mystikerin“, weiß Hildegard Wobbe, „und eine bekannte Kräuterfee“, ergänzt Hildegard Schröer. Nicht zu vergessen: Hildegard Bingen war auch eine der bedeutsamsten Universalgelehrten, die kürzlich zur Kirchenlehrerin erhoben worden ist. „Und dazu zählen nur sechs oder sieben Frauen“, verdeutlicht Hildegard Wobbe. Nun ja, die über 30 Hildegards in Ascheberg zeichnen sich da eher durch andere Qualitäten aus: Sie sind vielfach in Vereinen engagiert, fröhlich, arbeitsam und sie können auch feiern. Vor allem ihren Namenstag.

Da treffen sie seit sechs Jahren immer am 17. September zusammen, mal in größerer mal in etwas kleinerer Runde. „Je nachdem, auf welchen Tag der Namenstag fällt, viele müssen eben auch arbeiten unter der Woche“, so Hildegard Kuhlmann. Eine lange Tafel ist ihnen in der Bäckerei Geiping auf jeden Fall sicher. Schließlich ist es meist eine große Runde, die dort zum Kaffeetrinken zusammentrifft. Ganz ohne Zwang. Eine Runde, die noch Träume hat und ihren Namenstag auch einmal außergewöhnlich inszenieren will. Irgendwann. Bis dahin heißt es alle Jahre wieder am 17. September: „Ach die schon wieder.“ Die Hildegard, über die sogar schon unter eben diesem Titel ein Theaterstück geschrieben wurde.

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