Gemeinde schafft neue Defibrillatoren an
Lebensretter in vier Sportstätten

Ascheberg -

Vier Sportstätten in der Gemeinde Ascheberg sollen mit Defibrillatoren ausgestattet werden. Das hat der Sozialausschuss auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig beschlossen.

Mittwoch, 26.09.2018, 17:02 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 17:02 Uhr
Direkt neben dem Eingang zum Bürgerforum des Rathauses befindet sich einer der öffentlich zugänglichen Defibrillatoren, mit deren Hilfe Laien einen Herzinfarkt behandeln können.
Direkt neben dem Eingang zum Bürgerforum des Rathauses befindet sich einer der öffentlich zugänglichen Defibrillatoren, mit deren Hilfe Laien einen Herzinfarkt behandeln können. Foto: sff

Automatisierter externer Defibrillator (AED): So sperrig der Begriff auch sein mag, so einfach zu bedienen sind die Geräte, die es Laien ermöglichen, einen Herzinfarkt zu behandeln und somit Leben zu retten. 16 solcher Defibrillatoren gibt es bereits in der Gemeinde Ascheberg – in öffentlichen Gebäuden und in Betrieben. In den Sportstätten sollen vier weitere hinzu kommen: in Ascheberg in die Turnhalle Herberner Straße, in Davensberger ins Sportzentrum Waldstadion sowie in Herbern in die Sportzentren Siepen und Werner Straße. Damit die lebensrettenden Geräte im Ernstfall möglichst schnell gefunden werden, sollen deutlich sichtbare Hinweisschilder angebracht werden. Für dieses Vorgehen hat sich der Sozialausschuss am Dienstagabend einstimmig ausgesprochen. Nach Angabe der Verwaltung schlagen die Kosten mit insgesamt rund 6800 Euro zu Buche.

Auslöser der Entscheidung war ein Antrag der SPD-Fraktion. Neben der Anschaffung der genannten Geräte, hatten die Sozialdemokraten die Verwaltung gebeten, eine Übersicht über alle AED in der Gemeinde zu erstellen und auf der Internetseite zu veröffentlichen. So könnten die Standorte via Smartphone abgerufen werden. „Damit die Leute ganz schnell wissen, wo der nächste Defibrillator ist“, argumentierte Petra Haverkamp ( SPD ).

Gleich zu Beginn hatte die Verwaltung eine Liste der bekannten AED vorgelegt. Dr. Bert Risthaus wandte sich allerdings gegen eine Veröffentlichung privater Defibrillatoren auf der Gemeinde-Homepage: „Es ist für uns nicht möglich zu kontrollieren, ob diese Geräte auch tatsächlich da sind und funktionieren“, argumentierte der Bürgermeister.

Als wesentlich sah es der Ausschuss an, dass die lebensrettenden Geräte in stark frequentierten Gebäude und insbesondre bei Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Das ist im Rathaus, den Kirchen und Schulen bereits der Fall. Josef Reher hielt es für wünschenswert, dass auch in den Hotels Defibrillatoren bereitgestellt werden, weil dort ein Zugriff auch zu später Stunde möglich sei.

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