Lesung beim Heimatverein
Dankeschön an Lebensretter

Herbern -

Eduard Meyer zu Altenschilde hat seine Kindheit in Herbern verlebt und seine Erinnerungen in dem Buch „So war das“ festgehalten.

Freitag, 12.10.2018, 20:10 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 20:10 Uhr
Eduard Meyer zu Altenschilde brachte sein Buch mit, aus dem Christel Homann vor dem Herberner Heimatverein vorlas.
Eduard Meyer zu Altenschilde brachte sein Buch mit, aus dem Christel Homann vor dem Herberner Heimatverein vorlas. Foto: iss

Zum plattdeutschen Abend hatte der Herberner Heimatverein am Dienstag ins Hotel-Restaurant „Zum Wolfsjäger“ eingeladen. Eduard Meyer zu Altenschilde hat seine Kindheit in Herbern verlebt und seine Erinnerungen in dem Buch „So war das“ festgehalten. Der frühere Lehrer hat besondere Erlebnisse – von den schrecklichen Kriegstagen bis heute – aufgeschrieben.

Dass die Lesung in Herbern eine ganz besondere für Meyer zu Altenschilde war, merkte das Publikum ihm an und das betonte er auch zu Beginn der Veranstaltung. „So viele bekannte Gesichter, da fühle ich mich sofort wohl. Hier bin ich zu Hause“, sagte er mit Blick ins Publikum. 80 Herberner waren gekommen.

Auszüge aus seinem Buch in Hoch- und Plattdeutscher Sprache wurden von Christel Homann vorgetragen, da der Autor an dem Abend Probleme mit seiner Stimme hatte. Meyer zu Altenschilde ergänzte einige Passagen mit persönlichen Anekdoten, die nicht in dem Buch niedergeschrieben waren.

Das Leben nach dem Krieg und der Währungsreform, Streiche und seine große Liebe – das Lebenswerk des ehemaligen Herberners ist gespickt mit vielen unterschiedlichen Ereignissen. Humorvoll, aber auch nachdenklich hat der Pensionär die Situationen aus seinem bisherigen Leben niedergeschrieben. Bei der Lesung wurde teilweise lauthals gelacht, aber es gab auch ernste Gesichter. Zum Beispiel als an eine Zeit nach dem Krieg erinnert wurde, wo die Menschen ums Überleben gekämpft haben.

Doch wie es sich gehört, finden sich auch Helden in dem Buch wieder. Als der kleine Eduard in seinen Kindheitstagen mit Freunden auf der Gräfte von Westerwinkel Schlittschuh fuhr, brach das Eis unter ihm weg. Alle seine sogenannten Freunde machten sich von dannen, außer einer. „Karl Eckey hat mir einen Ast gereicht und mich raus gezogen. Wenn er nicht da gewesen wäre, hätte ich das nicht überlebt“, sagte Meyer zu Altenschilde. Vor ein paar Jahren habe er sich bei Lebensretter Karl Eckey bedankt: „Als Kind hat man die Situation anders eingeschätzt als man dieses heute tut.“ Nach der Lesung bestand die Möglichkeit, das Buch käuflich zu erwerben. Der Erlös kam dabei dem Heimatverein zugute.

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