Michael Kroeger gewinnt in der Osterbauer
Doppelkopf statt Dortmund

Ascheberg -

Was tut ein eingefleischter BVB-Fan, wenn seine Mannschaft im DFB-Pokal gegen Union Berlin kämpft? Mitfiebernd vor der Mattscheibe kleben?

Dienstag, 06.11.2018, 16:44 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.11.2018, 17:29 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.11.2018, 16:44 Uhr
Herri Otte spielte Karten.
Herri Otte spielte Karten. Foto: hbm

Was tut ein eingefleischter BVB-Fan, wenn seine Mannschaft im DFB-Pokal gegen Union Berlin kämpft? Mitfiebernd vor der Mattscheibe kleben – das zumindest würde jetzt jeder vermuten. Nicht so Herri Otte . Er tauschte am Mittwochabend den Platz vorm Fernseher gegen einen im Pfarrheim St. Lambertus. Denn dort gab er sein Debüt beim vierten großen Doppelkopfturnier der Schützenbruderschaft St. Lambertus Osterbauer. Denn nach eingehender vorheriger Abwägung befand Otte, dass es im Pfarrheim sicherlich interessanter zu gehen würde. „Da habe ich ja nicht geahnt, dass es bei dem Spiel in Verlängerung geht“, schmunzelte der Ascheberger. Informiert war er dennoch bestens, denn Brudermeister Stefan Greive, der sich gemeinsam mit Franz Brügger und Frank Högemann als Servicepersonal verdingte, hatte via Smartphone den Spielverlauf bestens im Blick. Otte hingegen vergnügte sich am Kartentisch. Warum er den Karten den Vorzug gab? „Mein Freund Karl Föhles und ich wollten mal die Osterbauer aufmischen“, frotzelte er. Mit Freund Karl, der ebenfalls sein Debüt gab, saß er jedoch nicht am Tisch. Denn wer an welchem Tisch zusammentraf, das wurde wie immer ausgelost. Somit landete Herri Otte mit Martin Fallenberg, Werner Krampe und Hubertus Bolte an einem Tisch. Föhles hingegen war Hahn im Korb und musste gegen Petra Haverkamp, Tanja Neve und Ilse Krampe antreten. Last but not least, durfte Karl Föhles jedoch aufs Siegerpodest steigen. Denn er sicherte sich nach Michael Kroeger den zweiten Platz. Kröger ergatterte den Wanderpokal, der nun von Titelverteidiger Michael Kleine, in sein Regal wechselt und von der Goldschmiede Kranefuß gestiftet worden ist. Neben dem Pokal strich Kröger auch die Siegprämie in Höhe von 50 Euro ein. Föhles freute sich über 30 Euro, 20 Euro gingen an die Drittplatzierte Ilse Krampe. Den Trostpreis durfte Petra Haverkamp als Letztplatzierte mit nach Hause nehmen: Ein Kartenspiel zum Üben. Schuh Neuhaus und der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Lambertus hatten überdies noch Sachpreise gespendet. Trotz einiger Gegenveranstaltungen, wie u.a. DFB-Pokal, war das Turnier gut besucht. Viele Generationen saßen an den Tischen. Weshalb? „Man kennt viele, man lernt neue Leute kennen, denn hier darf jeder mitspielen, es ist spannend, vor allem wenn die Emotionen sichtbar werden und dieses Turnier stärkt den Gemeinschaftssinn“, verriet Tönne Füchtling dann auch das, was das Doppelkopfturnier letztendlich ausmacht.

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