„Stammtisch“ bei Schulze Pellengahr
Heimatfreunde atmen 500-jährige Hofgeschichte ein

Ascheberg -

Einen gemütlichen und zugleich informativen „Stammtisch“ erlebten 52 Ascheberg Heimatfreunde auf dem Hof Schulze Pellengahr. Dort tauchten sie mit dem Hausherrn in 500 Jahre Hofgeschichte ein.

Mittwoch, 21.11.2018, 09:40 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 17:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 21.11.2018, 09:40 Uhr
Gestalteten den Stammtisch am Herdfeuer (v.l.): die Vorstandsmitglieder Hubert Wobbe und Heinz Frenster, Hausherr Dirk Schulze Pellengahr, Kiepenkerl Martin „Boat“ Weiß und Heinz Lenkhoff.
Gestalteten den Stammtisch am Herdfeuer (v.l.): die Vorstandsmitglieder Hubert Wobbe und Heinz Frenster, Hausherr Dirk Schulze Pellengahr, Kiepenkerl Martin „Boat“ Weiß und Heinz Lenkhoff. Foto: sff

Münsterländischer geht es nicht: Zur Begrüßung ein Körnken, vom Kiepenkerl auf dem Löffel angeboten, ein prasselndes Herdfeuer im historischen Gräftenhof und schließlich plattdeutsche Dönekes und Gedicht. 52 Interessierte lockte dieser „Stammtisch“ des Heimatvereins Ascheberg am Montag auf den Hof Schulze Pellengahr.

„Vor 70 Jahren war ich zum ersten Mal hier. Da wurde hier noch Holz versteigert“, erzählte Ludger Goßheger im WN-Gespräch. Damals habe er den Auktionator Theodor Bose mit der Pferdekutsche zum Hof chauffiert. „Ich war erst 13 und mächtig stolz, dass ich ihn fahren durfte“, erinnerte sich der heute 83-Jährige.

Gerade mal 47 Jahre alt ist der Hausherr Dirk Schulze Pellengahr. Doch tauchte der dreifache Familienvater und vielfach ehrenamtlich engagierte Landwirt bei seinem Grußwort Jahrhunderte tief in die Geschichte ein. „Unser Haus ist etwa 500 Jahr alt. Vermutlich wurde es zwischen 1520 und 1570 erbaut“, berichte Schulze Pellengahr. Demnächst sollen Balken angebohrt werden. Aus den daraus stammenden Holzproben werde das genau Alter des Hauptgebäudes ermittelt. „Die Hofstelle ist nachweislich bereits seit dem Jahr 970 in Familienbesitz“, führte der Hausherr aus. Mit Fleiß, Arbeit und Geschick sei der Hof in über 30 Generationen gewachsen. Heute würden dort 500 Zuchtsauen sowie 2000 bis 3000 Ferkel gehalten.

Abgerundet wurde der Abend durch Heinz Lenkenhoff, der am knisternden Herdfeuer sitzend, Plattdeutsches zum Besten gab. Zum Antritt der gemeinsamen Busfahrt von Ascheberg zum Hof hatte Hubert Wobbe zur Einstimmung auf den Abend in die Geschichte der Davert eingeführt. Am Herdfeuer bat der Vorsitzende des Heimatvereins die Gäste um rechtzeitige Anmeldung für den adventlichen Stammtisch, der eine Woche später als geplant, am 17. Dezember (Montag) um 17 Uhr im Spieker stattfinden soll. Bei großer Nachfrage müsse die Veranstaltung ins Rathaus verlegt werden.

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