Bauhof berichtet über Arbeit
Grünpflege dominiert

Ascheberg -

Ein Drittel ihrer Arbeitszeit widmen die Mitarbeiter des Ascheberger Bauhofes sich dem Pflegen von Grünanlagen, knapp ein Viertel davon dem Mähen von Rasen.

Samstag, 01.12.2018, 14:00 Uhr
Die Pflegemaßnahmen von Grünanlagen und Wirtschaftswegen stellten Christian Scheipers und Matthias Wenge am Donnerstag der Kommunalpolitik im Bürgerforum vor.
Die Pflegemaßnahmen von Grünanlagen und Wirtschaftswegen stellten Christian Scheipers und Matthias Wenge am Donnerstag der Kommunalpolitik im Bürgerforum vor. Foto: hbm

Ein Drittel ihrer Arbeitszeit widmen die Mitarbeiter des Ascheberger Bauhofes sich dem Pflegen von Grünanlagen. Zu 17 Prozent unterhalten sie Straßen, zu 13,5 Prozent sind sie auf Friedhöfen im Einsatz und zu 11,5 Prozent kontrollieren und pflegen sie Spielplätze. Diese Zahlen präsentierten Christian Scheipers vom Tiefbauamt der Gemeinde und der stellvertretende Bauhof-Leiter Matthias Wenge am Donnerstagabend im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. Den besonderen Fokus legten sie auf die Pflege der Grünanlagen. Hauptaufgaben dort: Rasen mähen. Knapp dahinter folgt die allgemeine Grünanlagenpflege (22,5 Prozent), dann das Laubsaugen (14,5 Prozent).

Von 900 kleineren und größeren Grünflächen werden 530 von Paten gepflegt. Dem Bauhof fällt es angesichts seines Personals schwer, einen jährlichen Pflegedurchgang aller Flächen zu gewährleisten. Deswegen werden Pflanzflächen neuerdings pflegeleicht gestaltet.

40 Spiel- und Bolzplätze sowie fünf Sportanlagen fallen in den Arbeitsbereich des Bauhofes. Auch dort will das Grün gepflegt werden. Dazu sind Grünflächen, Wege und sonstige Anlagen an kommunalen Immobilien zu pflegen. Neben einem regelmäßigen Rasenschnitt fallen hier auch Sonderaufgaben bei Veranstaltungen an.

Das Wirtschaftswegenetz ist 180 Kilometer lang. Hecken, Sträucher, Bäume, Gräben und Bankette summieren sich damit an beiden Seiten auf eine Länge von 360 Kilometern.

Bei allen Arbeiten haben die Verkehrssicherheit die höchste Priorität, erklärte Wenge wie der Bauhof das Thema angeht. Bankette müssten für einen Begegnungsverkehr frei sein, Wasser müsse von den Straßen abfließen können. Den aktuellen Mulchereinsatz durch einen Grünschnitt zu ersetzen sei mit den technischen Mitteln des Bauhofes nicht möglich.

Der Ausschuss dankte dem kleinen, fleißigen Handwerkerteam für die Arbeit, um dann über Artenschutz zu reden. Und da war die Bandbreite groß. Elmar Hammwöhner (SPD) sprach sich für ein gepflegtes Ortsbild aus. Willi Kiffer (CDU) appellierte, die Bürger müssten es aushalten, wenn Aufgaben nicht sofort erledigt würden. Maria Schulte-Loh (CDU) mahnte ein Umdenken an: „Es darf auch einmal unordentlich aussehen. Wer die dramatischen Zahlen zum Insektensterben gesehen hat, muss jetzt mittun. “ Hubertus Beckmann (Grüne) schüttelte nur den Kopf: Mulchereinsatz und Artenschutz schlössen sich aus. Es müssten wenigstens einige Abschnitte anders behandelt werden. Er war am Ende der Diskussion frustriert: „Wir haben heute gar nicht über Artenschutz gesprochen,. Setzen, sechs.“

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