Wasser- und Bodenverband Emmerbach unterwegs
Dürre verkürzt Bachschau

Ascheberg -

Sie waren im Regen unterwegs, hatten aber wenig zu tun, weil es im Sommer wenig geregnet hatte: die Teilnehmer der Bachschau.

Donnerstag, 06.12.2018, 19:00 Uhr
Auf Karten und in der Natur schauten die Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Emmerbach die Bäche im Gebiet der Gemeinde Ascheberg bei der üblichen Herbstschau an.
Auf Karten und in der Natur schauten die Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Emmerbach die Bäche im Gebiet der Gemeinde Ascheberg bei der üblichen Herbstschau an. Foto: hbm

Der Sommer 2018 war nicht geeignet, um den Schaubeauftragten des Wasser- und Bodenverbandes Emmerbach Schwachstellen beim Ablauf des Regenwassers aufzuzeigen. „In der Gräfte fehlen 1,50 Meter Wasser“, erinnert Stefan Grünert , stellvertretender Verbandsvorsteher und Rentmeister auf Schloss Westerwinkel , an die Dürrezeit. Im Wissen darum, dass Emmerbach und Nebengräben bei Hochwasser aber wieder benötigt werden, trugen die Schaubeauftragten gestern Morgen bei Selhorst in Forsthövel mögliche Schwachstellen vor. Das Programm reichte von Hecken, die auf den Stock gesetzt werden müssen, bis zu Bäumen, die in Bäche gefallen sind.

Die Runde strich gestern einen Dauerbrenner von der Liste. „Der Byinckbach in Davensberg ist durch die Firma Gunnemann gewissenhaft bearbeitet worden“, dankte Jan Schulze Hobbeling-Terhardt nicht nur für den Baggereinsatz, sondern auch fürs diplomatische Geschick in den Gesprächen mit den Anliegern.

  Foto: hbm

Zwei weitere Themen bewegen sich kaum vom Fleck. Geschäftsführer Burkhard Leusmann informierte über die Gespräche mit dem Nabu. Er hat in der Emmerbachaue eine Brücke übers Gewässer gebaut, die absinkt und nicht einmal genehmigt worden sei. Auf eine Antwort, wie es dort weitergehe, warte der Verband immer noch. Obwohl sich der Zustand an der Stelle weiter verschlechtert hat, sieht der Verband keinen akuten Handlungsbedarf. Vorsteher Dirk Schulze Pellengahr machte aber deutlich, wie die Ultima Ratio des Verbandes aussieht: „Wenn Gefahr im Verzug ist, werden wir dort alles rigoros entfernen.“ Die Runde wurde bei den Thema unruhig. Mit Privatleuten werde nicht so umgangen wie mit der Naturschutzorganisation, murrten einige Teilnehmer.

Für eine gemeindliche Druckrohrleitung, die nicht tief genug verlegt wurde, deutet sich eine mittelfristige Lösung an. Direkt daneben, so der gemeindliche Tiefbauer Christian Scheipers, liege eine 300er Leitung der Gelsenwasser, die das Unternehmen in absehbarer Zukunft erneuern werde. In dem Zusammenhang könne auch die Druckrohrleitung angefasst werden, informierte Scheipers, der von einem Zeithorizont von drei bis fünf Jahren sprach.

Beobachten will der Verband weiter das Geschehen rund um die Deipe Wiese. Hier war hinter der Wiese im Frühjahr Sand, der vom Wasser aus dem neuen Emmerbach mitgenommen worden war, entfernt worden. Klären möchte der Verband, was in dem Bereich zwischen Amelsbürener Straße und Bahndamm möglich ist. Dort schauten sich Vorstand und Schaubeauftragte auf Vorort um. Insgesamt ging die Bachschau aber flott über die Bühne. Die nötigen Winterarbeiten waren schnell benannte, die Probleme notiert, so das es früh nach Hause ging. Die Dürre im Sommer hat zum Rekordtempo des Treffens beigetragen.

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