Nachdenken in Herbern
Nachrichtenauswahl fördert „Früher war alles besser“

Herbern -

„Früher war alles besser“ - zu diesem Thema startete Heinz Wesselmann einen Informationsabend im Hotel-Restaurant „Zum Wolfsjäger“.

Dienstag, 11.12.2018, 09:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 20:16 Uhr
Heinz Wesselmann machte sich mit einer Runde im Wolfsjäger Gedanken darüber, ob früher tatsächlich alles besser war.
Heinz Wesselmann machte sich mit einer Runde im Wolfsjäger Gedanken darüber, ob früher tatsächlich alles besser war. Foto: iss

„Früher war alles besser“ - zu diesem Thema startete Heinz Wesselmann einen Informationsabend im Hotel-Restaurant „Zum Wolfsjäger“. Zu Beginn mussten die 32 Teilnehmer den nachfolgenden Satz ergänzen: In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der in extremer Armut lebenden Weltbevölkerung . . . a) nahezu verdoppelt; b) nicht oder nur unwesentlich verändert; c) deutlich mehr als halbiert.

Der Gedanke, dass früher alles besser war, ist in vielen Köpfen. Damals gab es weniger Kriege und Katastrophen, mehr Solidarität und die Kluft zwischen den Armen und Reichen klaffte noch nicht ganz so weit auseinander. Die Diskussionsrunde stimmte der Aussage zu, das alles immer schlimmer wird. Somit hat man den Eindruck, dass die Welt kurz vorm Abgrund steht. Doch lässt sich dieses Gefühl auch mit Fakten untermauern? Diese und weitere Fragen hat der bereits verstorbene schwedische Autor und Professor für Internationale Gesundheit Hans Rosling in dem Buch „Factfulness“ zusammengetragen. Auf dieses Buch gestützt, gab Wesselmann Antworten, die oft überraschten. Dabei mahnte er, dass man den Verlauf der Weltgeschichte von 1800 bis heute in den Blick nehmen müsse und lüftete dann das Geheimnis und die Frage vom Anfang.

Die richtige Antwort ist c): In den vergangenen 20 Jahren hat sich die extreme Armut schneller vermindert als in jeder anderen Phase der Weltgeschichte. Die Fakten hierzu zeigt Heinz Wesselmann anhand von statistischen Daten. Das sei eine sehr gute Nachricht, waren sich die Herberner einig. Dass die meisten Menschen davon nichts wissen, ist ein Problem, das hieraus hervorgeht. 14 weitere Fragen wurden an diesem Abend hinterfragt. Auch die Frage, warum positive Nachrichten und Trends in einem Großteil der Bevölkerung kaum wahrgenommen werden und welchen Einfluss digitale Medien auf den heutigen Informationsstand haben. Sie regte zur lebhaften Diskussion und einem informativen Abend an.

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