Hinter den Kulissen der Burgturmspielschar Davensberg
In der Giftflasche ist nur trüber Apfelsaft

Davensberg -

„Trinken Schauspieler Gift, wenn ihre Rolle das verlangt?“ Tatsächlich ist kein „Afmurksotoxin“ in der Flasche.

Freitag, 11.01.2019, 17:30 Uhr
Sascha Horstkötter und Lissy Taubitz informierten die Kinder auf und hinter der Bühne über das Turnhallen-Theater Davensberg.
Sascha Horstkötter und Lissy Taubitz informierten die Kinder auf und hinter der Bühne über das Turnhallen-Theater Davensberg. Foto: sff

„Keine Bange“, beruhigt Lissy Taubitz die Kinder. „In der Giftflasche ist nur trüber Apfelsaft. Und in der Schnapsflasche ist nur Wasser. Sonst wären wir ja bald betrunken.“ Kaum ausgesprochen torkelt die Schauspielerin der Burgturmspielschar zur Freude der Grundschüler über die Bühne. Doch nicht allein lustig, sondern auch spannend war für die Grundschüler am Donnerstagnachmittag der „Blick hinter die Kulissen des Theaters“, zu dem die „Kleine Raupe“ gemeinsam mit der Burgturmspielschar eingeladen hatte. Begleitet wurden die Kinder von Christine König und Susanne Fuhrmann.

„Bei unserem aktuellen Stück ist viel Technik im Einsatz. Wir haben allein rund 700 Meter Kabel verlegt“, berichtete Sascha Horstkötter . Und für die gesamte Ausstattung seien etwa drei Tonnen Material bewegt worden.„Die Kinder sind unheimlich neugierig, was hinter den Kulissen geschieht. Für sie ist das eine ganz neue Welt“, weiß Fuhrmann. „Zumal sie die Turnhalle sonst nur vom Sportunterricht und andere Veranstaltungen kennen“, ergänzt König.

Die Garderobe wird „Hölle genannt.

Die Garderobe wird „Hölle genannt. Foto: sff

Das galt allerdings nicht für alle 18 Mädchen und Jungen. Denn acht von ihnen waren bereits in einer der vergangenen Vorstellungen des „Spökenkieker“, so der Name des aktuellen Stücks, das an diesem Wochenende zum letzten Mal aufgeführt wird. „Habt ihr denn alles verstanden, was gesagt wird“, wollte Horstkötter wissen. „Na ja, das meiste schon“, lautet das Ergebnis der Umfrage. Plattdeutsch ist den Davensberger Kindern offenbar nicht allzu fremd.

Die Technik interessierte ebenfalls.

Die Technik interessierte ebenfalls. Foto: sff

Ganz genau erinnerten sich die jungen Theaterbesucher daran, dass eine Maus ins Publikum geworfen wird und an ein besonderes Detail: „Da kam Nebel durch die Tür.“ Wie das funktioniert, wie Donnergrollen und Lichteffekte das Spiel auf der Bühne betonen und zusätzlich beleben, demonstrierte Horstkötter nach dem Bühnenbesuch am Technikpult. Lissy Taubitz nahm derweil einen anderen Teil der Kinder mit in die Garderobe. Dort durften sogar einige Perücken aufgesetzt werden. Und vielleicht sprang durch diese Verwandlungen ja der Funke fürs Theater über. Die Akteure der Burgturmspielschar würde sich jedenfalls freuen, wenn in ein paar Jahren die eine oder andere „kleine Raupe“ als Nachwuchsschauspieler mit Schmetterlingen im Bauch dem ersten Auftritt entgegenfiebert.

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