Mohammed El Gharrafi vorgestellt
Sozialarbeiter bringt eigene Erlebnisse mit

Ascheberg -

Mohammed El Gharrafi ist neuer Sozialarbeiter für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Gemeinde Ascheberg.

Freitag, 11.01.2019, 18:31 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 18:40 Uhr
Mohammed El Gharrafi wird als Sozialarbeiter für Asylbewerber und Flüchtlinge mit Yasmin Horow zusammenarbeiten. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Monika Fransmann (Jugendhilfe Werne) und Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier stellten ihn gestern vor.
Mohammed El Gharrafi wird als Sozialarbeiter für Asylbewerber und Flüchtlinge mit Yasmin Horow zusammenarbeiten. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Monika Fransmann (Jugendhilfe Werne) und Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier stellten ihn gestern vor. Foto: hbm

Mohammed El Gharrafi ist neuer Sozialarbeiter für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Gemeinde Ascheberg. Der 35-jährige gebürtige Marokkaner mit doppelter Staatsbürgerschaft tritt die Nachfolge von Lars Steinbring an. Gharrafi kommt zwar aus dem Studium, hat seit 2016 als Honorarkraft für die Stadt Münster in einer Flüchtlingsunterkunft in Mecklenbeck aber schon an drei Tagen die Woche ähnliche Aufgaben übernommen.

„Er bringt alles mit, was wir gesucht haben“, stellte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus gestern bei einem Vorstellungsgespräch in der Flüchtlingsunterkunft am Breil fest. Thomas Stohldreier, neuer Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, stimmte dem zu: „Ich war schon bei der Vorstellung im Dezember dabei und habe eine hohe Motivation gespürt.“ Auffällig ist im Infoblatt der Verwaltung, dass nicht mehr von einem Flüchtlingssozialarbeiter gesprochen wird, sondern die Sozialarbeit vorangestellt wird. „Sich um die zu kümmern, die sich schwerer tun, ist der Kern von Sozialarbeit. Das wird stärker gefragt sein“, beschreibt Monika Fransmann von der Jugendhilfe Werne die Lage. Die Institution von der Lippe ist Arbeitgeber aller gemeindlichen Sozialarbeiter und Träger eines Kindergartens.

Das Prinzip bleibt „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben. Aus eigenem Erleben kennt Gharrafi Herausforderungen, die sich in Deutschland stellen. Er hat einen Masterstudiengang Kultur- und Sozialanthropologie sowie ein Bachelor-Zweitstudium Soziale Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Seine ersten Erfahrungen als Migrant will er in die Arbeit einfließen lassen: „Das Leben hier ist schwerer. Sozialarbeit ist für alle, die kommen, ein fremder Begriff. Ich möchte den Menschen das Leben hier vor Augen führen.“ Dazu gehöre auch, dass sich nicht alle Wünsche erfüllen. Es gelte den Blick für Realitäten zu schärfen.

Gharrafi wird wie sein Vorgänger von Sozialassistentin Yasmin Horow unterstützt. Das Duo hilft beim Anmelden von Kindern in Kitas und Schule, es öffnet die Türen zum passenden Spracherwerb, es soll das Eingliedern in den Arbeitsmarkt begleiten, dazu anerkannte Flüchtlinge bei der Wohnungssuche unterstützen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag, etwa im Sportverein, unterstützen. „Ganz wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Helfern in den Flüchtlingsinitiativen“, hat Stohldreier die nächsten Vorstellungstermine schon im Blick.

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