Heinz Schwabe feiert Jubiläum
Der Pauker bei den Trompeten

Ascheberg -

Seine Premiere bei den Theaterpremieren liegt 50 Jahre zurück: Heinz Schwabe hat 1969 erstmals für die Blaskapelle Ascheberg vor dem Bühnenvorhang zum plattdeutschen Theater gespielt.

Mittwoch, 16.01.2019, 20:00 Uhr
Heinz Schwabe ist seit 1968 Mitglied der Blaskapelle Ascheberg und spielt seit 1969 bei den Theaterpremieren im Pfarrheim. Dazu gratulierte Manfred Hölscher. Dankeschön sagte zum 40-Jährigen 2009 die Feuerwehr. Mit der Pauke bildet Schwabe eine Einheit.
Heinz Schwabe ist seit 1968 Mitglied der Blaskapelle Ascheberg und spielt seit 1969 bei den Theaterpremieren im Pfarrheim. Dazu gratulierte Manfred Hölscher. Dankeschön sagte zum 40-Jährigen 2009 die Feuerwehr. Mit der Pauke bildet Schwabe eine Einheit. Foto: hbm

Er haut auf die Pauke, gibt den Takt vor und hat bei vielen Partys die Stimmung überkochen lassen. Heinz Schwabe ist deswegen aber kein extrovertierter Lautsprecher. Der 81-jährige Ascheberger darf als ruhiger und zurückhaltender Zeitgenosse beschrieben werden. Den Ton gibt er nur an, wenn Musik gefragt ist. Aktuell ehrte die Blaskapelle Ascheberg ihn für 50 Jahre Musik beim plattdeutschen Theater in Ascheberg. 1969 spielte Schwabe zum ersten Mal Schlagzeug vor der Bühne im Pfarrheim.

Die Musik gehörte für die Schwabes aus Davensberg zum Alltag. Vater Heinz spielte auf Feiern Akkordeon. „Bei uns zu Hause ist geprobt worden, da habe ich mit zwölf, 13 Jahren die Triangel spielen dürfen“, erinnert sich Schwabe. Mit 18 Jahren gab es den ersten öffentlichen Auftritt als Schlagzeuger: „Das war im Jagdschlösschen. Da haben wir für die Spätheimkehrer gespielt. Franz Heubrock war da Vorsitzender. Ich weiß es noch wie heute“, berichtet der Senior über die Premiere von Heinz und Heinz Schwabe. Der Vater verstand sich im Organisieren. So kam der Junior auch zu seinen Instrumenten. In den 1950er Jahren war es noch normal, die Trommeln mit Naturfell zu beziehen. „Das musste vorher einen Tag im Wasser liegen“, erinnert sich Schwabe.

Heinz Schwabe ist der Mann mit der Pauke

Heinz Schwabe ist der Mann mit der Pauke Foto: hbm

1968 zog der Davensberger nach Ascheberg. Er wechselte als Fußballer vom SV Davaria zum TuS und schloss sich der Blaskapelle Ascheberg an. Wie viele Kilometer er mit Pauke oder Trommel marschiert ist, weiß der Ascheberger nicht mehr. „Er war und ist immer da, eine treue Stütze der Blaskapelle Ascheberg“, schätzt Vorsitzender Manfred Hölscher den Einsatz. Bis vor zwei Jahren war Schwabe mit der Pauke bei Umzügen unterwegs, dann gelang es, ihn zu überreden, diesen Kraftakt anderen zu überlassen. „Wir scherzen immer, dass er durch die ganze Schlepperei zwei Zentimeter kleiner geworden ist“, sagt Hölscher, dessen Vater Alfred den Davensberger seinerzeit in der Blaskapelle begrüßt hatte.

Heinz Schwabe hat viele Anekdoten erlebt. Darunter auch einen Vorfall beim

Manfred Hölscher gratulierte Heinz Schwabe.

Manfred Hölscher gratulierte Heinz Schwabe. Foto: hbm

Bürgerschützenfest 1973. Mit der Kapelle aus Huckarde hatte es Kommunikationsprobleme gegeben, was erst auffiel als im Vereinshaus gefeiert werden sollte. „Walter Bose kam zu mir und sagte: ‚Heinz, du musst Musik machen‘. Ich habe dann telefoniert und ab halb Zehn haben wir gespielt“, berichtet Schwabe über den Königsball für Heinz Hembrock.

1969 spielte Schwabe also zum ersten Mal bei der Ascheberger Theaterpremiere das Schlagzeug. „Damals gab es noch Katakomben unter der Bühne. Das war eng, aber gemütlich“, blickt der Jubilar zurück. Heute sind die meisten Musiker, wenn die Laienspieler auf der Bühne stehen, im Charly Brown-Raum. Die Premiere sieht Schwabe sich selten an. „Das Stück schaue ich später an“, sagt der Mann, der seit 50 Jahren in der Pfarrheim-Ecke den Takt vorgibt. Und obwohl er sich vorgenommen hat, es langsam ausklingen zu lassen, wird er wohl auch nächstes Jahr den Rhythmus für „Die kleine Kneipe“ vorgeben.

Taktgeber: Heinz Schwabe

Taktgeber: Heinz Schwabe Foto: hbm

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