Insektenhotel in Emmerbach geworfen
„Das hat richtig Gewalt gebraucht“

Davensberg -

Unbekannte haben in der Nähe des Burgturms ein Insektenhotel aus dem Boden gerissen und in den Emmerbach geworfen. Menschen mit Behinderungen hatten das Häuschen im Rahmen eines Naturschutzprojektes gebaut.

Montag, 28.01.2019, 12:02 Uhr aktualisiert: 28.01.2019, 16:52 Uhr
Unbekannte haben das Insektenhotel unweit des Burgturms in den Emmerbach geworfen. Menschen mit Behinderungen hatten es vor einigen Jahren in den Caritas-Werkstätten gebaut.
Unbekannte haben das Insektenhotel unweit des Burgturms in den Emmerbach geworfen. Menschen mit Behinderungen hatten es vor einigen Jahren in den Caritas-Werkstätten gebaut. Foto: privat

Vandalismus in Davensberg: Wer macht denn so etwas ? Hermann Grube traute seinen Augen nicht, als er das sorgsam gebaute Insektenhotel im Wasser liegen sah. Bekannte, die auf einem Sonntagsspaziergang unterwegs waren, hatten das engagierte Mitglied des Hegerings Ascheberg über das Rowdytum am Emmerbach informiert. Grube war daraufhin sofort losgefahren, um zu retten, was zu retten ist.

„Das Insektenhotel war mit einem Metallspieß 75 Zentimeter tief im Boden verankert. Das holt man nicht einfach da raus. Das hat richtig Gewalt gebraucht“, ärgert sich Grube über die blinde Zerstörungswut. Tatkräftig zupackend fischte der Davensberger das auf einem Holzständer installierte Häuschen aus dem Wasser, um es bei nächster Gelegenheit wieder instand zu setzen und an der Emmerbachbrücke am Burgturm wieder aufzustellen.

Dem Hegeringmitglied liegt das Insektenhotel nicht nur aus Gründen des Naturschutzes am Herzen. Denn es ist im Rahmen eines Projektes in den Caritas-Werkstätten in Lüdinghausen von Menschen mit Behinderungen gebaut worden. Grube hatte dieses Projekt seinerzeit fachkundig begleitet.

„Diejenigen, die mit ihrer Kraft nicht wissen wohin, sollten das nächste Mal besser ins Fitnessstudio gehen“, empfiehlt der Davensberger den Tätern. „Sie verletzen mit ihrem Verhalten Menschen, die sich Mühe gegeben haben. Außerdem kostet das Ganze auch noch Geld“, zeichnet Grube die Tragweite des Vandalismus auf. Nun hofft er auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Vandalen auf die Spur zu kommen und ihnen die Folgen ihres Handelns vor Augen führen zu können.

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