Projekt an der Profilschule
Für die Umwelt anpacken

Ascheberg -

Über die Umwelt lassen sich wunderbar Sachtexte schreiben. Liebend gerne werden darin Ratschläge für Andere gegeben. Das wollen die Deutschkurse des neunten Jahrgangs der Profilschule Ascheberg nicht.

Dienstag, 29.01.2019, 20:00 Uhr
Mit ihrer Naturkosmetik haben die Schülerinnen Produkte ohne Mikroplastik erstellt.
Mit ihrer Naturkosmetik haben die Schülerinnen Produkte ohne Mikroplastik erstellt. Foto: hbm

Über die Umwelt lassen sich wunderbar Sachtexte schreiben. Liebend gerne werden darin Ratschläge für Andere gegeben. Das wollen die Deutschkurse des neunten Jahrgangs der Profilschule Ascheberg nicht. Die Sachtexte der Jugendlichen werden von Umweltprojekten handeln. Von Ideen, die in kleinen Gruppen selbst umgesetzt wurden.

Etwa von den Erlebnissen und den Funden beim Müllsammeln. Drei Gruppen sind im Dorf unterwegs. „Ich habe das schon mit dem Jugendrotkreuz gemacht“, hat Jonas Stöver Erfahrungen beim Aufheben von achtlos weggeworfenen Dingen. Besonders sauer sind die Jugendlichen, weil sie auch einen Behälter gefunden haben, der nicht in den Graben, sondern zum Schadstoffmobil gebracht werden sollte.

„Eine andere Gruppe arbeitet daran, die Plastikwasserflaschen aus der Schule zu verbannen“, informiert Lehrerin Tanja Wohlers , die das Projekt zusammen mit Ute Gers betreut. Den Jugendlichen sei daran gelegen, dem Plastikmüll entgegenzutreten. Deswegen suchten sie nach Möglichkeiten, einen Wasserspender in der Schule aufzustellen und allen Schülern wiederverwendbare Edelstahlflaschen anzubieten.

Mikroplastik in Kosmetika beschäftigt eine Mädchenrunde. „Wir wollten Naturkosmetik herstellen. Die Informationen haben wir uns aus dem Internet und Büchern geholt“, erzählt Tessa von Ohlen. Lina Frye ergänzt: „Das Herstellen ohne Mikroplastik war ganz einfach.“ Mit Produkten und Eindrücken will die Gruppe sich an der Aktion „15 Minuten Pause für die Welt“ beteiligen und die Neunt- und Zehntklässler in Herbern etwa bei der „Morning Assembly“ an ihren Ergebnissen teilhaben lassen.

Dennis Stolle gehört zu einem Team, das nachhaltig aktiv werden will: „Wir pflanzen einen Apfelbaum.“ Der reinige die Luft und im Herbst könnten seine Früchte gegessen werden. Die Schulleitung hat das Projekt durchgewunken, jetzt muss das Bauamt der Gemeinde ins Boot geholt werden. Und dann braucht es einen Baum. „Wir sprechen mit Baumschulen“, erklärt Stolle.

Lena Marohn und ihre Mitstreiterinnen zeigen schon Ergebnisse. Sie haben Sammelboxen für Handys und Smartphones organisiert. „Da sind viele Wertstoffe drin, die wieder benutzt werden können“, erklärt Marohn. Die Gruppe hat sich zudem entschlossen einmal im Monat Kuchen und Brötchen anzubieten. „Das Geld spenden wir an Greenpeace, weil die so viele Aktionen machen“, berichtet Lena Friese.

Die Sammelboxen für Handys sind schon fertig und können aufgestellt werden.

Die Sammelboxen für Handys sind schon fertig und können aufgestellt werden. Foto: hbm

Ein technisches Projekt verfolgt ein Jungentrio. Es hat gelesen, dass ein zu hoher CO-Anteil in der Luft das Denken beeinträchtigt. Mit einfachen Mitteln wollen sie einen CO-Messer bauen. „Dann wissen wir etwa, wie hoch der CO-Gehalt im Klassenraum ist“, berichtet Alian Lammers. Dazu stellt das Trio zusammen, was die Messergebnisse bedeuten und wie die Luft verbessert werden kann. Vor dem Bauen des Gerätes haben sie keine Sorge. „Das ist ganz einfach“, glaubt Maik Jennes.

Lehrerin Tanja Wohlers ist ein Stück weit fasziniert: „So nah waren die Schüler dem Thema noch nicht. Es bewegt sie. Das zeigt schon, dass sie alles selbstständig erarbeitet haben.“ Zu lesen ist das dann auch in den Sachtexten für den Deutschunterricht.

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