Ehrenamtliche der Kolpingsfamilien sammeln bei Eiseskälte fast 25 Tonnen Altkleider
Ärmel gemeinsam hochgekrempelt

Ascheberg -

Der Einsatz von Kolpingmitglieder aus allen drei Ortsteilen der Gemeinde hat sich gelohnt: Bei der gemeinsamen Altkleidersammlung wurden fast 25 Tonnen Textilien zusammengetragen. Der Erlös dient dem guten Zweck.

Sonntag, 03.02.2019, 16:38 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 15:46 Uhr
Die Bürger in allen drei Ortsteilen nutzten das Angebot: Am Straßenrand, auf Bänken oder vor Hauseingängen – überall standen die Altkleidersäcke, die dann von Kolpingmitgliedern abgeholt wurden.
Die Bürger in allen drei Ortsteilen nutzten das Angebot: Am Straßenrand, auf Bänken oder vor Hauseingängen – überall standen die Altkleidersäcke, die dann von Kolpingmitgliedern abgeholt wurden. Foto: Tina Nitsche

Die Temperaturen waren eisig, der Himmel grau. Doch die Kolping-Mitglieder in allen drei Ortsteilen der Gemeinde Ascheberg krempelten am Samstag die Ärmel hoch. Erfolgreich. „Der Einsatz hat sich definitiv gelohnt“, war sich Martin Weiß (Ascheberg) mit Helmut Weißenberg (Herbern) und Franz Grauthoff (Davensberg) einig. Gemeinsam hatten alle drei Kolpingsfamilien zur großen Altkleider-Straßensammlung aufgerufen.

In Ascheberg kamen über zwölf Tonnen Altkleider zusammen. 25 Helfer waren mit vier Fahrzeugen unterwegs. Auch Geschäftsleute unterstützen die Aktion mit Autos. In Herbern wurden insgesamt neun Tonnen verladen. Dort waren 25 Ehrenamtliche mit zwei Fahrzeugen unterwegs. In Davensberg kamen 3,5 Tonnen Textilien zusammen. 15 Helfer waren mit zwei Fahrzeugen on Tour.

Während in Herbern und Davensberg die Altkleider am Straßenrand den Löwenanteil ausmachten, wurde in Ascheberg extrem viel zur Abladestelle am Pfarrheim St. Lambertus gebracht. Dort schoben Hilde und Ulrich Heppner Dienst und waren erstaunt. Einen Grund, weshalb soviel gebracht wurde, sieht Heppner in dem Umstand, dass in Ascheberger nicht die Bauerschaften angefahren wurden. Altkleiderbeauftragter Christoph Möller ist sich sicher, dass auch noch andere Tatsachen eine Rolle spielen. „Früher haben die Leute auf die Straßensammlung im Februar regelrecht gewartet. Denn sie war das einzige Angebot.“ Heute können alle rund um die Uhr ihre Altkleider an den Containern entsorgen und jeweils am ersten Samstag im Monat am Pfarrheim abgeben. „Diese monatliche Altkleiderannahme am Pfarrheim haben viele Bürger mittlerweile im Kopf“, so Möller.

Erstmals hatte die Kolpingsfamilie Ascheberg auch die „Werbestrategie“ geändert. Denn in diesem Jahr lagen die Altkleidertüten an unterschiedlichsten Stellen im Ort aus „und wurden nicht mehr an jeden Haushalt verteilt“, berichtete Weiß. Stattdessen setzen die Ascheberger auf Plakatwerbung.

Helmut Weißenberg stellte für den Ortsteil Herbern fest, dass der Hauptanteil an den Straßen stand. Die Abwicklung erfolgt wie in Ascheberg und Davensberg auch über das Kolping-Recyclingwerk in Fulda. Mit dem Erlös unterstützen die Herberner Projekte innerhalb der Kolpingsfamilie, „aber auch die Jugend in der Kirchengemeinde“, so Weißenberg. Die Ascheberger finanzieren mit dem Erlös die Kolpingarbeit.

Auch in Davensberg herrschte Zufriedenheit. „Hier stand heute sehr viel an der Straße“, resümierte Franz Grauthoff. In Davensberg wurde sowohl im Ort als auch in den Bauerschaften gesammelt. Die Straßensammlung war übrigens eine kreisweite Aktion am Samstag. Weiß und Möller freuen sich ebenso wie Weißenberg und Grauthoff über die große Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer. Auch über die hinter den Kulissen, die beispielsweise für die warme Mahlzeit zum Abschluss sorgten.

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