Alle Straßen im Gemeindegebiet sind erfasst und mit Schulnoten bewertet worden
Bei einer „Sechs“ wird saniert

Ascheberg -

256 Kilometer misst das Straßennetz der Gemeinde Ascheberg. 69 Kilometer finden sich im Innenbereich, 187 Kilometer in den Bauerschaften. Die Schlechtesten werden saniert. Aber woher weiß die Verwaltung das?

Mittwoch, 06.02.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 17:01 Uhr
Die Raiffeisenstraße steht auf der Prioritätenliste für dieses Jahr oben.
Die Raiffeisenstraße steht auf der Prioritätenliste für dieses Jahr oben. Foto: hbm

256 Kilometer misst das Straßennetz der Gemeinde Ascheberg. 69 Kilometer finden sich im Innenbereich, 187 Kilometer in den Bauerschaften. Mit Hilfe einer Straßendatenbank behalten die Tiefbauer in der Ascheberger Verwaltung die Güte der Straßen und Wege im Blick. Beim Inspizieren werden Schulnoten vergeben. Die Straßen, die im schlechtesten Zustand sind, werden zuerst in Angriff genommen. Die Tiefbauer berücksichtigen auch, ob Straßen jetzt oder in naher Zukunft durch Baumaßnahmen stark befahren werden. Sie rücken in der Prioritätenliste nach hinten. Jan Rohlmann nannte den Bakenfelder Weg in Herbern als Beispiel.

Von den 187 Kilometern im Außenbereich (80 in Herbern, 100 in Ascheberg, sechs in Davensberg) sind 73 Kilometer mit den Schulnoten fünf und sechs bewertet worden. Davon befinden sich 23,1 Kilometer in den Wirtschaftswegekategorien eins und zwei (Hauptverbindungswege). Sie stehen oben auf der Arbeitsliste. Im Haushalt stehen 200 000 Euro zur Verfügung. 10 000 Euro werden für Arbeiten an Banketten benötigt, damit das Wasser abfließt. 15 000 Euro stehen für Oberflächenarbeiten bereit, 10 000 Euro für Tätigkeiten an den Gräben und 40 000 Euro für die Unterhaltung. Bleiben 125 000 Euro für grundlegendes Sanieren.

Der Hanvert steht ganz oben.

Der Hanvert steht ganz oben. Foto: hbm

Geplant sind dieses Jahr 1300 Meter im Hanvert. 2020 folgen 1200 Meter im Immelbrink, 2021 sind 1400 Meter Winkelstraße geplant und 2022 der Wietheideweg in Horn auf 1200 Metern. Dazu gesellen sich jeweils Arbeiten an Schäden, die nach der Dürre im vergangenen Jahr in Form von „Sommerfrost“ umfangreicher als in den Vorjahren sind.

In der Ortschaft Ascheberg erhalten in diesem Jahr die Prälat-Degener-Straße und teilweise die Bultenstraße eine neue Deckschicht. 2020 und 2021 steht in zwei Bauabschnitten die Bispingheide auf dem Programm, 2022 die Albert-Koch-Straße. In Herbern werden dieses Jahr die Arbeiten am Altenhamm fortgesetzt. 2020 geht es auf die Hombrede und in den folgenden beiden Jahren an den Bakenfelder Weg.

Gelsenwasser erneuert Leitung

In Davensberg haben die Straßen die besten Noten. Saniert werden soll nur die Plettenberger Straße. Dort, so Rohlmann im Fachausschuss, habe die Gelsenwasser das Verlegen einer neuen Wasserleitung angekündigt. Nach Möglichkeit möchte die Gemeinde die Straße in einem Zug mitsanieren.

Mit deutlich größerem Aufwand wird in diesem Jahr die Raiffeisenstraße vom Kreisel bis zur Bahn angegangen. Es folgt der Breil in zwei Bauabschnitten. Dort wird auch ein Fuß- und Radweg angelegt. 2020 und 2021 stehen auch Hoveloh und Nordkirchener Straße auf dem Programm.

Krumme Straße ist vermutlich beitragspflichtig

In Herbern wird 2020 von Grund auf die Krumme Straße erneuert. Sie, so Fachbereichsleiter Klaus van Roje, sei zuerst auf der Straßenliste für eine neue Deckschicht gewesen. Eine Bohrprobe habe aber ergeben, dass mehr getan werden müsse, weil der Untergrund schlecht sei. Bei dieser Straße müssten die Kosten vermutlich über Anliegerbeiträge mitbezahlt werden.

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