100 000 Euro werden im Etat bereitgestellt
CDU setzt Public-WLAN durch

Ascheberg -

Die Gemeinde Ascheberg nimmt 100 000 Euro in die Hand, um in einigen Bereichen aller drei Orte öffentliches WLAN einzurichten. Der Wirtschaftsförderungsausschuss beschloss das mit der CDU-Mehrheit gegen UWG und SPD.

Mittwoch, 06.02.2019, 18:00 Uhr
Den digitalen Schwung nutzen wollen die Christdemokraten, die sich gegen Bedenken der Opposition mit ihrem Public-WLAN-Antrag durchsetzten.
Den digitalen Schwung nutzen wollen die Christdemokraten, die sich gegen Bedenken der Opposition mit ihrem Public-WLAN-Antrag durchsetzten. Foto: hbm

„Wir sollten den digitalen Schwung in der Gemeinde mitnehmen und Public-WLAN auf den Weg bringen.“ Thomas Franzke knüpfte mit dem Erklären eines CDU-Antrags an die November-Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses an. Dort hatte es schon konkrete Zahlen zu öffentlichem WLAN gegeben. Franzke forderte für die Christdemokraten, dass die erforderlichen 100 000 Euro bereitgestellt werden sollten.

Die Hoffnung auf schnelles Fördergeld nahm Fachbereichsleiter Helmut Sunder­haus dem Ausschuss: In der ersten Runde sei der Ascheberger Antrag abgelehnt worden. Man werde es 2020 ein zweites Mal probieren. In Sachen öffentliches WLAN sei die Verwaltung mit Anbietern in Gesprächen. Ein erstes Angebot der Unitymedia, die erster Ansprechpartner der Gemeinde sei, liege vor. Sunderhaus regte an, die nötige Summe in 75 000 Euro Investition und 25 000 Euro konsumtiv in den Haushalt einzustellen.

Aus den Reihen der anderen Parteien gab es einerseits Informationsbedarf zu den angebotenen Leistungen. Denn je mehr Menschen sich das öffentliche WLAN teilen, desto geringer ist die Leistung für den Einzelnen. Simon Handrup (UWG) äußerte Bedenken, weil Public-WLAN nur in einem „eingeschränkten, um nicht zu sagen, kleinen Bereich angeboten wird. Ist das wirklich notwendig?“ Er regte einen Sperrvermerk an, um den Vorbehalten Rechnung tragen zu können. Das sah die CDU anders, denn bevor das im Haushalt bereitgestellte Geld ausgegeben werden könne, müsse das Projekt ohnehin durch den Ausschuss abschließend beschlossen werden. Auf einen Nenner kam die Runde nicht. Die sieben CDU-Vertreter stimmten für Public-WLAN und das Bereitstellen des Geldes. UWG und SPD votierten mit „Nein“.

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