Mehrheit gegen Konfrontation
Kompromiss bei der Windkraft

Ascheberg -

Konfrontation oder Kompromiss? Der zuständige Fachausschuss der Gemeinde Ascheberg hat sich gegen vier Stimmen für eine dieser Varianten ausgesprochen.

Dienstag, 12.02.2019, 08:00 Uhr
Mehrheit gegen Konfrontation: Kompromiss bei der Windkraft
Foto: hbm

Konfrontation oder Kompromiss? Der zuständige Fachausschuss der Gemeinde Ascheberg hat sich gegen vier Stimmen aus Reihen der CDU für ein Einvernehmen zu den Windenergieplänen der Gemeinde Senden am Ortsrand von Davensberg entschieden.

Die Nachbarkommune war den schon einmal scharf formulierten Bedenken der Gemeinde Ascheberg in einem ersten Schritt teilweise gefolgt. Die strittige Konzentrationszone „OTT

2“ wurde um den nordöstlichen Kern, der Davensberg besonders nahe kommt, reduziert. Das, so argumentierte die Verwaltung in ihrer Vorlage, sei ein guter Kompromiss zwischen dem Wahren der Siedlungsinteressen der Gemeinde Ascheberg und dem Schaffen von Potenzialen für das Nutzen erneuerbarer Energien. Deswegen empfahl die Verwaltung, den Sachzwist mit Senden zu beenden.

Thomas Franzke (CDU) sprach sich für den weitergehenden Vorschlag aus. Er erkennt das Sendener Bemühen an, fordert aber das komplette Streichen von „OTT 2“. Bis auf drei weitere Christdemokraten fanden sich dafür aber keine abstimmungsberechtigten Befürworter. FDP-Mann Jochen Wismann wetterte zwar gegen die Windkraft im Allgemeinen und das Gebiet „OTT 2“ im Besonderen, ist als sachkundiger Einwohner aber nicht stimmberechtigt. Er musste sich von Christian Ley (SPD) empfehlen lassen, „einen Castor-Behälter im Keller zu lagern“. Kopfschüttelnd bemerkte Ley weiter: „Es gibt immer noch Leute die glauben, dass der Strom aus der Steckdose kommt.“ Sozialdemokraten und UWG folgten dem Verwaltungsvorschlag.

Zu den Abweichlern bei der CDU gehörte Franz Silkenbömer: „Der Klimawandel verpflichtet uns, mehr für erneuerbare Energien zu tun.“ Für mehr Windenergie machte sich auch Hubertus Beckmann (Die Grünen) stark. Dafür stimmte auch der inzwischen parteilose Frank Holtrup. Der Nordicker hat sich sitzplatztechnisch in den jüngsten Sitzungen weg von der CDU neben Beckmann einen freien Stuhl gesucht.

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