Auftragsvergabe für Bauen und Renovieren am Schulstandort Ascheberg
Architekt wird europaweit gesucht

Ascheberg -

Die Profilschule wird am Standort Ascheberg zusammengeführt. Ein Architekt für das Aussehen der Gebäude wird europaweit gesucht.

Donnerstag, 14.02.2019, 08:00 Uhr
Die frühere Hauptschule (links), die neue Mensa und die ehemalige Realschule (rechts) sollen umgebaut und um einen Neu- oder Anbau ergänzt werden, damit die Profischule an einem Ort zu Hause sein kann.
Die frühere Hauptschule (links), die neue Mensa und die ehemalige Realschule (rechts) sollen umgebaut und um einen Neu- oder Anbau ergänzt werden, damit die Profischule an einem Ort zu Hause sein kann. Foto: hbm

Die Realschule wurde 1963 quasi auf der grünen Wiese gebaut. 1971 folgte die Hauptschule. Im August 2012 gab es erstmals in der neuen Mensa Essen. Dieses Gebäude-Ensemble soll mit einem Neu- oder Anbau zur Profilschule Ascheberg werden. Mit dem Standortbeschluss des Rates geht es im nächsten Schritt darum, einen Architekten zu finden, der Altes und Neues verbindet. Weil dabei über Millionenbeträge geredet wird, reicht ein Anruf aus dem Bauamt bei zwei oder drei Architekten nicht aus. Da das Honorar für die Planer den Schwellenwert für eine europaweite Ausschreibung überschreitet, darf die Suche nicht eingegrenzt werden. Um rechtssicher in Europa unterwegs zu sein, ließ sich der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag von Rechtsanwalt Marc Dewald juristisch beraten. Er stellte der Runde drei mögliche Verfahren vor.

Ein Architektenwettbewerb, bei dem eine Expertenjury über Vorschläge befindet, endet mit drei abgestuften Preisträgern, von dem ein Architekt den Zuschlag erhalten muss. Weil hier der Ascheberger Einfluss durch Politik und Schule gering ist, wurde dieses Szenario verworfen.

Damit war klar, dass es ein sogenanntes Verhandlungsverfahren geben wird. Nach einem Punktekatalog, der allen interessierten Büros vorliegt, wird eine Vorauswahl von drei bis fünf Planern getroffen. Mit ihnen ginge es auf zwei Wegen weiter. Entweder werden sie nach Referenzobjekten beurteilt oder sie reichen konkrete Vorschläge ein. Bei der ersten Variante müssten sich Politik und Schule unterstützt von einem Architekten aus bisherigen Arbeiten ein Bild vom Büro machen. Das Verfahren würde nach fünf bis sechs Monaten ein Ergebnis bringen. Der Auftraggeber müsste dann aber beginnen, für die Profilschule Ascheberg zu planen. Beim zweiten Weg würden im Kopfkino von Rat und Schule konkrete Modelle gezeigt. Es gibt es präziseres Bild, wie und wo ein Neu-/Anbau entstehen und wie er aussehen könnte. So ein Ergebnis würde neun Monate auf sich warten lassen. Zudem kosten alle Lösungsvorschläge Geld. Trotzdem war das der Weg, den die Runde einstimmig einschlug. „Mir würde es schwer fallen, nach Referenzobjekten eine Entscheidung zu fällen“, sprach Volker Müller-Middendorf (UWG) den Ausschussmitgliedern aus dem Herzen. Ein zweites Anliegen war, die Schule und ihre Gremien früh einzubeziehen. Das ist in nichtöffentlichen Jury-Sitzungen möglich, aber auch nur dort. Denn die Lösungsvorschläge dürfen nicht öffentlich gemacht und besprochen werden. Bei der Ascheberger Schulmensa wurde die Entscheidung etwa in gemeinsamen Sitzungen von Schul- und Bauausschuss getroffen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6388902?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Ali Cans Initiative #We2 soll europäische Identität stärken
Initiator von #MeTwo: Ali Cans Initiative #We2 soll europäische Identität stärken
Nachrichten-Ticker