Hauptausschuss korrigiert Entscheidung
Dauernutzer zahlen nun doch

Ascheberg -

Zurück auf Anfang: Die Dauernutzer des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Davensberg sollen nun doch eine monatliche Gebühr von 50 Euro zahlen.

Freitag, 15.02.2019, 18:00 Uhr
Die Turmbläser sind eine von zwei Gruppen, die fürs Nutzen des Dorfgemeinschaftshauses nun doch zahlen müssen.
Die Turmbläser sind eine von zwei Gruppen, die fürs Nutzen des Dorfgemeinschaftshauses nun doch zahlen müssen. Foto: hbm

Zurück auf Anfang: Die Dauernutzer des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Davensberg sollen nun doch eine monatliche Gebühr von 50 Euro zahlen. Der Haupt- und Finanzausschuss folgte dem Vorschlag des Schul- und Kulturausschusses nicht.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus argumentierte, dass mit der kostenfreien Nutzung ein Präzedenzfall geschaffen werde. In allen Bereichen müssten Nutzer zahlen. Die Sportvereine erhielten etwa 70 Prozent der Energie- und Unterhaltungskosten als Zuschuss, würden aber einiges selbst tragen müssen. Beim Heimathaus in Davensberg habe die Gemeinde den Heimatverein verpflichtet, Nutzungsgebühren zu nehmen. Auch im Bürgerforum müssten Nutzer zahlen.

Volker Müller-Middendorf (UWG) konnte das zwar nachvollziehen, forderte aber angesichts der „guten Dienste der Vereine für das Dorfleben“ die Kostenfreiheit beizubehalten. Ludger Wobbe ( CDU ) gab zu bedenken, dass der Heimatverein Herbern Strom, Heizung und Müllabfuhr selbst zahle und auch einen wichtigen Beitrag für den Ort leiste. Bei den Sportvereinen summierten sich die Kosten auf 10 000 Euro. Für zwei Davensberger Vereine werde er keine Zwei-Klassen-Gesellschaft einrichten.

Christian Ley ( SPD ) beklagte, dass die Vereinsförderung insgesamt intransparent sei. Die Gemeinde stelle auch an anderer Stelle Räume unentgeltlich zur Verfügung. Der Wunsch, das mit den Kennziffern aufzuhellen, sei alt, werde aber nicht umgesetzt. Insgesamt halte er es für falsch, sich um den Betrag von 1200 Euro zu streiten. Cornelia Pelster (CDU) appellierte an die Runde, die Nutzungsgebühren, die im Vorfeld von der Verwaltung mit den Vereinen besprochen worden seien, auch zu nehmen: „Ich habe von den Vereinen bisher auch nichts anderes gehört.“ Bürgermeister Risthaus und die CDU stimmten für Gebühren, die SPD und Volker Müller-Middendorf (UWG) dagegen, die beiden weiteren UWG-Mitglieder enthielten sich der Stimme.

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