Führungswechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr in Herbern
Ein Abschied mit Wehmut

Herbern -

Das Feuerwehrmann-Gen wurde ihm in die Wiege gelegt, die Verantwortung für den Löschzug Herbern hat Lothar Sendermann jetzt aber abgegeben.

Samstag, 16.02.2019, 09:06 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 17:00 Uhr
Carsten Gausepohl (li.) und Hendrik Thygs (re.) übernehmen beim Löschzug Herbern die Regie. Lothar Sendermann und Hans-Jürgen Kaiser sind verabschiedet worden.
Carsten Gausepohl (li.) und Hendrik Thygs (re.) übernehmen beim Löschzug Herbern die Regie. Lothar Sendermann und Hans-Jürgen Kaiser sind verabschiedet worden. Foto: iss

Das Feuerwehrmann-Gen wurde ihm in die Wiege gelegt. Opa Heinrich gehörte zu den Gründern der Herberner Feuerwehr , Vater Heinz war ebenfalls langjähriges Mitglied, ist heute noch in der Ehrenabteilung. 17 Jahre war Brandoberinspektor Lothar Sendermann Löschzugführer der freiwilligen Feuerwehr in Herbern, jetzt gibt er den Staffelstab an Brandinspektor Carsten Gausepohl weiter. Dieses wurde gestern Abend auf der Jahresversammlung bekannt gegeben.

„Retten – Löschen – Bergen – Schützen“: Der Wahlspruch der Feuerwehr ist für Lothar Sendermann zu einem Lebensmotto geworden. In den 1980er Jahren wurde er als 16-Jähriger offiziell Mitglied beim Herberner Löschzug. „Es ist bis heute ein schönes Gefühl zu wissen, dass man vielen Menschen geholfen hat“, schildert Sendermann. Er kennt dieses Empfinden zu Genüge. Unzählige Einsätze, sowohl spektakuläre als auch tragische – an viele Fälle kann sich Sendermann noch ganz genau erinnern. Seien es kleinere Brände in den umliegenden Bauerschaften, Technische Hilfseinsätze oder der Unfall eines eigenen Einsatzfahrzeuges beim Orkan „Kyrill“. Teils über 24 Stunden war der Löschzugführer dabei mit seinem Team unterwegs.

Neue Löschzugführer in Herbern

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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: WN-Archiv
  • 1997: Sendermann wird stellvertretender Löschzugführer

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  • 1997: Sendermann wird stellvertretender Löschzugführer

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  • 1997: Sendermann wird stellvertretender Löschzugführer

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  • 2002: Sendermann wird Löschzugführer

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  • 2002: Sendermann wird Löschzugführer

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  • 2002: Sendermann wird Löschzugführer

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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: WN-Archiv
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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: jsch
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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: Foto: Jana Schmidt
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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: WN-Archiv
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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: iss
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  • Lothar Sendermann sagt Tschüss Foto: WN-Archiv

Im Notfall füreinander da sein – beim Löschzug Herbern sind das keine leeren Worte: „Wir sind hier eine große Familie“, betont der scheidende Leiter. Das gilt nicht nur intern für Herbern, sondern für die Gemeindefeuerwehr mit allen drei Löschzügen.

Wer Sendermann kennt, der weiß um seine zupackende Art. Nie hat „Lothar“ gezögert, eine Entscheidung zu fassen und diese dann auch umzusetzen, bescheinigen auch seine Kameraden. So kam es auch, dass er vor gut zwei Jahren den Entschluss fasste, den Staffelstab in jüngere Hände zu geben. „Ich könnte noch fünf Jahre als Löschzugführer agieren, aber jetzt ist die Zeit, wo es Jüngere machen möchten und somit ist schon damals die Entscheidung gefallen“, so der 55-Jährige.

An seiner Seite in der zweiten Reihe geht auch sein Stellvertreter Hans-Jürgen Kaiser. Nach elf Jahren als stellvertretender Löschzugführer und dem Silberjubiläum wird er wie Sendermann im Hintergrund weitermachen. Als der Löschzugführer ihm sagte, dass er in den nächsten Jahren das Amt abgeben werde, war auch seine Entscheidung gefallen. „Es ist ein komisches Gefühl, jetzt nicht mehr der erste Ansprechpartner zu sein. Wir freuen uns aber, dass wir noch mit dabei sind und nicht in die Ehrenabteilung wechseln. Bei Einsätzen können wir immer mithelfen und unterstützen“, so Hans-Jürgen Kaiser.

Hendrik Thygs wird ab sofort die Stellvertretung im Löschzug übernehmen. Gemeinsam mit Carsten Gausepohl übernimmt das Duo Verantwortung für 33 Kameraden. „Wir haben die Übergabe seit zwei Jahren vorbereitet, gemeinsam an Sitzungen teilgenommen und ich habe jetzt noch den Zugführerlehrgang in Münster absolviert“, sagte Gausepohl.

Das Funktionsabzeichen, zwei silberne Sterne wird Sendermann abgeben müssen, denn dieses ist nur dem Löschzugführer vorbehalten. „Etwas Wehmut ist dabei, ganz klar. Aber es ist der richtige Zeitpunkt. Wer weiß, was in fünf Jahren ist.“ Abschließend beantwortete der Brandoberinspektor noch die Frage, ob er im Sommer Daniel Heitbaum als stellvertretenden Wehrführer der Gemeinde Ascheberg beerben möchte. „Ich habe mit dem Gedanken gespielt, aber meine Arbeit lässt diese zeitintensive Aufgabe leider nicht zu.“

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