TuS Ascheberg holt die Kinder von der Straße
Sorge um Ehrenamts-Nachwuchs

Ascheberg -

Sportvereine funktionieren ohne Ehrenamt nicht. Bei ihren Jahresversammlungen steht darum der Dank an alle Trainer, Übungsleiter und Helfer an erster Stelle.

Sonntag, 24.02.2019, 20:00 Uhr
Nur wenige Jubilare waren gekommen. Der Vorstand gratulierte einem Duo (v.l.): Rainer Zahlten, Thorsten Biethmann, Karsten Jansen, Dirk Elvering, Sabine Küter, Andreas Kneilmann und Josef Hölscher.
Nur wenige Jubilare waren gekommen. Der Vorstand gratulierte einem Duo (v.l.): Rainer Zahlten, Thorsten Biethmann, Karsten Jansen, Dirk Elvering, Sabine Küter, Andreas Kneilmann und Josef Hölscher. Foto: hbm

Sportvereine funktionieren ohne Ehrenamt nicht. Bei ihren Jahresversammlungen steht darum der Dank an alle Trainer, Übungsleiter und Helfer an erster Stelle. Das klang am Freitagabend bei der Jahresversammlung des TuS Ascheberg im Clubheim auch in den Berichten von Vorstand und Abteilungen durch. Immer mehr Raum nimmt aber die Sorge um neue Ehrenamtler, die sich rund um Spielbetrieb, Mannschaften, aber auch um Breitensportgruppen kümmern. „Wir sorgen dafür, dass die Kinder von der Straße kommen“, erklärte Vorsitzender Rainer Zahlten die wichtigste Motivation. 43,3 Prozent der aktuell 1216 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche.

„Auf unseren Anmeldeformularen sind jetzt vier Unterschriften zu leisten“, berichtete Zahlten über gewachsene bürokratische Erfordernisse. Die Datenschutzgrundverordnung habe dem Vorstand viel Arbeit beschert. Im Sommer 2018 habe es Wasserprobleme am Rasenplatz und in den Umkleideräumen gegeben. Der Platz werde im Sommer von Grund auf rekultiviert. Zahlten beklagte Einbrüche in Vereinsräume, Vandalismus und Graffiti auf dem Gelände. Positiv hob er hervor, dass der Clubraum an der Herberner Straße modernisiert worden sei. Vom Sportstättenkonzept, dass der TuS angestoßen habe, verspreche sich der Vereine klare Zukunftsvorgaben. Gefruchtet hätten die Proteste gegen zu kalte Sporthallen. Bei der Sauberkeit beklagten Nutzer der Halle Herberner Straße aber noch Defizite. Zahlten informierte über Kostensteigerungen, die zum Vorstandsvorschlag zu höheren Beiträgen führten. Einstimmig wurde beschlossen, dass Kinder und Jugendliche künftig 52 Euro zahlen, Erwachsene 80 Euro, ab dem 61. Lebensjahr 65 Euro, die auch als „Sozial-Beitrag“ erhoben werden. Der Familienbeitrag beträgt 175 Euro. Neu ist eine Aufnahmegebühr von zehn Euro. Denn An- und Abmelden sind inzwischen zum Jahresende und -beginn Alltag. Mitgliederverwalter Dirk Elvering sprach von 180 Abmeldungen zum Jahresende: „Deswegen haben wir jetzt im Februar auch vergleichsweise wenig Mitglieder.“ Abgeschlossen wurde das Vorstandskapitel bei der Versammlung durch die Wiederwahl von Josef Hölscher zum zweiten Vorsitzenden. Kathrin Mühlenbäumer ist nach einem kommissarischen Jahr nun gewählte Geschäftsführerin. Die Kasse werden Marcel Hartwig und Erna Pitzer prüfen.

Die Abteilungen berichteten vom Abschneiden der Mannschaften und vielen Veranstaltungen. Die Tischtennisabteilung, so Christian Goer, habe immer genügend Helfer gehabt. Bei den Handballern und Fußballern war hingegen der Wunsch nach mehr Ehrenamtlichen sehr laut. Die Turnabteilung hat ein konkretes Anliegen. Für die Turnstunden der Kinder von drei bis sechs und von sechs bis zehn Jahren wird eine Nachfolgerin von Silvia May, die zehn Jahre erfolgreich gearbeitet hat, gesucht. Bisher erfolglos.

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