„Frühjahrsputz“ in Ascheberg und Davensberg
Geballter Einsatz aller Generationen

Ascheberg/Davensberg -

Generationsübergreifend, in Gruppen, als Nachbarschaften oder Vereinen rückten die Aktiven dem Müll in der Landschaft zu Leibe. Das Aufkommen an allen möglichen Hinterlassenschaften fiel in diesem Jahr größer aus als im Vorjahr, lautete das Fazit der Organisatoren für Ascheberg und Davensberg.

Sonntag, 10.03.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 12:54 Uhr
Das Engagement verbindet: Viele Kinder wie Fiete aus Ascheberg und ganze Nachbarschaften rückten dem Müll zu Leibe.
Das Engagement verbindet: Viele Kinder wie Fiete aus Ascheberg und ganze Nachbarschaften rückten dem Müll zu Leibe. Foto: Tina Nitsche

Unzählige Menschen haben am Samstag in der Gemeinde die Ärmel hochgekrempelt und sich dran gemacht, die Natur von Unrat zu befreien. Was sie dabei gefunden haben? „Alles“, lautet die schlichte Antwort des fünfjährigen Lutz Mennemann. Seine Schwester Thea führt es ein wenig genauer aus: „Plastik, Papier, Flaschen . . .“ Und all das finden die Kinder gar nicht schön. Und sie dürfen mitreden, schließlich „haben sich hier in Ascheberg wirklich viele Kinder an der Dorfsäuberungsaktion beteiligt“, lobte die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh .

Eine Tatsache, die für sie jedoch noch viel mehr bedeutet: „Ich finde es super, dass die Kinder auf diese Weise schon an ein wichtiges Thema, nämlich Umweltverschmutzung, herangeführt werden.“

Großes Saubermachen in Ascheberg

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  • Sehr viele Nachbarschaften formierten sich zu Gruppen und sammelten mit.

    Foto: Tina Nitsche
  • Was auffällig war: Ganz viele Kinder beteiligten sich in Ascheberg an der Sorfsäuberungsaktion.

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  • So mancher tauchte bei der Müllsammlungsaktion auch ins tiefste Gebüsch ab.

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  • Plastikmüll wurde in rauen Mengen aus der Natur aufgelesen

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  • Auch die Caritas-Bewohner beteiligten sich mti drei Gruppen an der Dorfsäuberungsaktion.

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  • Thomas Wentker war mit dem Angelverein unterwegs und fand an den drei Teichen sogar ein Nummernschild.

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  • Mit Arbeitswerkzeug und Handschuhen ging es beschwingt an die Arbeit.

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  • Gut gelaunt bei der Arbeit.

    Foto: Tina Nitsche
  • Die Gruppe Natur und Pflege war ebenfalls im Einsatz.

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  • Viele Gruppen sprachen davon, dass das Müllaufkommen wieder gestiegen ist.

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  • Die Bewohner vom Caritas-Wohnheim sammelten am Samstag auch fleißig Müll.

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  • Auch die Jugendfeuerwehr war wieder unterwegs.

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  • Impressionen von der Dorf-Säuberungaktion.

    Foto: Tina Nitsche
  • Alle Generationen, ganze Nachbarschaften und Verein zogen an einem Strang, um die Umwelt von Unrat zu befreien. Foto: Tina Nitsche
  • Alle Generationen, ganze Nachbarschaften und Verein zogen an einem Strang, um die Umwelt von Unrat zu befreien. Foto: Tina Nitsche
  • Alle Generationen, ganze Nachbarschaften und Verein zogen an einem Strang, um die Umwelt von Unrat zu befreien. Foto: Tina Nitsche
  • Alle Generationen, ganze Nachbarschaften und Verein zogen an einem Strang, um die Umwelt von Unrat zu befreien. Foto: tani
  • Alle Generationen, ganze Nachbarschaften und Verein zogen an einem Strang, um die Umwelt von Unrat zu befreien. Foto: tani
  • Alle Generationen, ganze Nachbarschaften und Verein zogen an einem Strang, um die Umwelt von Unrat zu befreien. Foto: Tina Nitsche

Aber es waren nicht nur Kinder und Jugendliche am Samstag unterwegs. Nein, mehrere Generationen tauchten teilweise in Gräben und dickes Gestrüpp ab, um dort sauberzumachen. Neben Vereinen waren auch viele Nachbarschaften, die sich zu Gruppen zusammengeschlossen hatten, unterwegs. Was alle einte: Sie waren entsetzt, was einfach alles so achtlos in der Natur entsorgt wird. Nummernschilder, Kanister, Autoreifen – „die lagen sogar mitten auf dem Weg, nach dem Motto, vergesst uns nicht mitzunehmen, wenn ihr hier schon saubermacht“, ärgerten sich sowohl Schulte-Loh als auch Anneliese Buntrock , Vorsitzende des Heimatvereins Davensberg, der die Aktion in Davensberg organisierte.

Eindeutig mehr Aufkommen als im Vorjahr

In Ascheberg oblag die Organisation der CDU. Obwohl die Gruppen sich hinsichtlich des Müllaufkommens nicht ganz einig gewesen sind, einige meinten, der achtlos entsorgte Müll sei weniger geworden, andere lernten in ihren Gebieten genau das Gegenteil kennen, konnte Helmut Richter mittags für Ascheberg ein klares Ergebnis präsentieren. Richter hatte Dienst am Recyclinghof und damit alles genau im Blick. „Es ist eindeutig mehr gewesen, als im Vorjahr“, zog er in der Reithalle auf dem Bauernhof St. Georg, wo die Helfer nach der Aktion zusammentrafen, um sich zu stärken und auszutauschen, ein klares Fazit. Ein 21 Kubikmeter großer Container war fast voll. „Einige Sachen werden jedoch noch gebracht.“ Anneliese Buntrock kam für Davensberg zu einem ähnlichen Ergebnis. Hier war ein halber großer Container an Müll zusammengekommen. Das Resultat somit eher traurig.

Doch nun herrscht erst einmal wieder Ordnung, dank der vielen Helfer. Denn sie haben ganze Arbeit geleistet. Karren, Müllsäcke, Mülltonnen und schlussendlich die Container waren mehr als gefüllt. Und dabei ärgerten sich die Helfer vor allem über die zahlreichen Hundekotbeutel, die gefüllt in der Natur entsorgt wurden. „Wofür nimmt man dann einen Beutel?“, fragte sich Thomas Wentker. Entsetzt waren viele über die Unmengen an Plastik und Flaschen und über die Tatsache, dass mit Fenstern, Dachabdeckungen, Stühlen, Altöl-Kanistern, und einem Isolator von einem uralten Hausanschluss auch Baumaterialien und Möbel gefunden wurden. Dazu gesellten sich dann Nummernschilder, sogar ein Ausweis und ein Führerschein. Der kleine Lutz Mennemann hatte es schon richtig zusammengefasst: Entsorgt wurde leider alles. Und das mitten in der Natur.

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