Wasser- und Bodenverband Emmerbach
Naturnähe wird wichtiger

Ascheberg -

Das aktuelle Wetter bietet guten Anschauungsunterricht, um die Aufgaben eines Wasser- und Bodenverbandes zu beschreiben.

Freitag, 15.03.2019, 20:00 Uhr
Auf einer Karte suchten die Mitglieder, wo naturnahe Maßnahmen möglich sind. Vorsitzender Dirk Schulze Pellengahr (re.) diskutiert sie mit Hermann Vornholt. Sein Vertreter Stefan Grünert schaut mit dem neuen Vorstandsmitglied Heinrich Selhorst aufs Verbandsgebiet. Christian Ahmann kann ein Lied vom Hochwasser singen.
Auf einer Karte suchten die Mitglieder, wo naturnahe Maßnahmen möglich sind. Vorsitzender Dirk Schulze Pellengahr (re.) diskutiert sie mit Hermann Vornholt. Sein Vertreter Stefan Grünert schaut mit dem neuen Vorstandsmitglied Heinrich Selhorst aufs Verbandsgebiet. Christian Ahmann kann ein Lied vom Hochwasser singen. Foto: hbm

Das aktuelle Wetter bietet guten Anschauungsunterricht, um die Aufgaben eines Wasser- und Bodenverbandes zu beschreiben. Er sorgt dafür, dass Regenwasser abfließt. In weiten Teilen Herberns, Aschebergs und Davensbergs nimmt es der Emmerbach auf. Mit der aktuellen Lage der Gewässer ist der zuständige Wasser- und Bodenverband sehr zufrieden. Bei der Vorstands- und Ausschusssitzung im Gasthaus Eickholt gab es gestern nur wenige Hinweise, wo es mit dem Wasserabfluss klemmt.

Seit einiger Zeit sind die Verbände durch Landeswassergesetz und Wasserrahmenrichtlinie auch für Maßnahmen zuständig, mit denen Gewässer naturnah zurückgebaut werden. Mittlerweile haben Verbände die Phase des Sträubens überwunden. Mit einem Dachverband ist ein Überbau geschaffen worden, der beim Umsetzen solcher Maßnahmen hilft. Seit gestern steht die Aufgabe auch in der neuen Satzung des Emmerbach-Verbandes. Vorsitzender Dirk Schulze Pellengahr will das Thema nicht nur dem geduldigen Papier überlassen. Mit der Deipen Wiese und zwei Maßnahmen, die im Umfeld des sechsstreifigen A 1-Ausbaus geplant sind, verringert sich die „Bringschuld“ des Verbandes. „Wir sollten das trotzdem entschlossen anfassen“, forderte der Vorsteher. Noch gebe es einen Fördertopf aus dem bis zu 80 Prozent der Kosten bezuschusst würden. Außerdem sei beim Dachverband genug Arbeitskraft, um Projekte zu entwickeln: „Das sollten wir jetzt nutzen.“ So standen die Mitglieder nach der Versammlung um eine Karte des Verbandsgebietes, um passende Stellen zu finden. Wichtig ist Schulze Pellengahr: Eigentümer müssen zustimmen, dann wird die Gemeinde informiert. Im dritten Schritt geht es darum, das Projekt zu entwickeln.

Verbandstechnisch wählte die Runde mit Heinrich Selhorst einen jungen Mann als Beisitzer in den Vorstand. Haushaltsrechnung und -plan sowie die Unterhaltungsvorhaben, die auch auf CD verteilt wurden, wurden einstimmig verabschiedet. Die Einnahmeseite wird sich demnächst gravierend ändern, denn 90 Prozent der Kosten entfallen auf versiegelte Flächen. Das setzt die Gemeinde bis zum Jahr 2020 um.

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