Hubert Schwartländer und die Blaskapelle geben ein Geburtstagskonzert
60 Jahre die Tuba klingen lassen

Herbern -

Die Blaskapelle Schwartländer feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Vor 60 Jahren wurde sie als kleine Familienkapelle gegründet. Ein Gründer ist noch dabei.

Samstag, 16.03.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:58 Uhr
Hubert Schwartländer bewahrt alle Instrumente aus seiner Familie auf. In der Hand hält er seine zweite Tuba, die ihm über zwei Jahrzehnte die Treue gehalten hat. Gestartet ist er mit dem Vater und drei Brüdern (kleines Foto).
Hubert Schwartländer bewahrt alle Instrumente aus seiner Familie auf. In der Hand hält er seine zweite Tuba, die ihm über zwei Jahrzehnte die Treue gehalten hat. Gestartet ist er mit dem Vater und drei Brüdern (kleines Foto). Foto: iss

Die Blaskapelle Schwartländer feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Vor 60 Jahren wurde sie als kleine Familienkapelle gegründet. Heute umfasst die Musikkapelle 30 aktive Musiker. Seit der Gründung ist Hubert Schwartländer dabei.

1947 erwarb Huberts Vater Paul Schwartländer einige Blasinstrumente und Notenmaterial von der Feuerwehrkapelle, die sich während des Krieges aufgelöst hatte. Seinen vier Söhnen erteilte er zu Beginn der 1950er Jahren selbst Musikunterricht. Paul als ältester Sohn spielte Posaune, Bernhard das Flügelhorn, Werner Tenorhorn und Hubert als Kleinster und mit sechs Jahren auch der jüngster Schwartländer die Tuba.

„Für mich war und ist es das richtige Instrument. Das ist für mich wirklich eine Herzensangelegenheit Tuba zu spielen“, sagte Hubert Schwartländer. Im Laufe der Jahre wurden die Auftritte immer professioneller. 1959 wurde dann offiziell die Blaskapelle Schwartländer von Paul Schwartländer (Kapellmeister), Hubert Schwartländer (Bass), Heinz Lenkenhoff (Flügelhorn), Walter Feckler (Piston), Werner Schwartländer (Posaune), Heribert Nienhaus (Tenorhorn), Helmut Langenberg (Flügelhorn) sowie Günther Neuhaus (Althorn) gegründet.

Nachdem die Blaskapelle 1972 beim Jubiläumsschützenfest der Bürgerschützen aufgespielt hatte, erhöhte sich der Bekanntheitsgrad über die Grenzen Herberns hinaus.

In den 60 Jahren wurde das musikalische Repertoire stetig ausgebaut und um viele Musiker erweitert, so dass die Blaskapelle unter der jetzigen Leitung mit einer Mischung aus traditioneller Blas- und moderner Unterhaltungsmusik bis hin zu Oldies und Schlager für reichlich Abwechslung sorgen kann. Hubert Schwartländer schätzt an die 1000 Musikstücke, die das Repertoire umfasst. Neben zahlreichen Auftritten bei Schützenfesten, kirchlichen Veranstaltungen (Prozession, Adventskonzert) wird die Blaskapelle heute Abend unter dem Motto „Musical meets Filmmusik“ im Kolpinghaus Werne ein Konzert geben.

Hubert Schwartländer ist mit 72 Jahren der älteste Musiker der Blaskapelle und dazu noch das einzige Gründungsmitglied, welches noch aktiv mit von der Partie ist. Stolz ist Hubert vor allem auf die Nachwuchsspieler, die in den vergangenen Jahren dazu gekommen sind. „Das ist wirklich toll. Es gab bei uns auch mal Zeiten, da mussten wir uns Musiker ausleihen, da wir sonst nicht spielfähig gewesen wären.“ Die Musik hat dem 72-Jährigen immer Kraft gegeben, vor allem, wo er krankheitsbedingt zwangspausieren musste. „Ich wollte unbedingt wieder zurück und das hab ich auch geschafft. Musik ist was Tolles und die Blaskapelle ist meine zweite Familie.“ Auch wenn das Leben kein Wunschkonzert ist, Hubert Schwartländer gibt in seiner Kapelle seit sechzig Jahren den Ton an.

Seit 2018 leitet Hartmut Groß das Blasorchester und Irmgard Messner fungiert als Vorsitzende des Vereins.

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