Moden Menninghaus in Herbern
Betreutes Wohnen bleibt in Mode

Herbern -

Früher ist Mode verkauft worden. Doch das ist nicht mehr in Mode. Deswegen wird sich an der Südstraße in Herbern etwas verändern.

Montag, 18.03.2019, 19:30 Uhr
Joachim Raguse hat den Gebäudekomplex des früheren Geschäftes „Moden Menninghaus“ gekauft. Dort sollen – wie schon an der Hombrede – zwölf Plätze für betreutes Wohnen entstehen.
Joachim Raguse hat den Gebäudekomplex des früheren Geschäftes „Moden Menninghaus“ gekauft. Dort sollen – wie schon an der Hombrede – zwölf Plätze für betreutes Wohnen entstehen. Foto: iss

Herberns frühere Haupteinkaufsstraße verliert ein weiteres Geschäft. Die Flüchtlingshilfe St. Lambertus sucht ein neues Domizil für ihr Sozialkaufhaus. Das ist bisher im früheren Geschäft „Moden Menninghaus“ zu finden. Der Gesamtgebäudekomplex ist am Freitag zwangsversteigert worden. Neuer Besitzer ist der Herberner Kaufmann Joachim Raguse . Und der hat schon konkrete Pläne, wie es an der Südstraße weitergehen soll.

„Ich werde das Sozialkaufhaus nicht auf die Straße setzen“, verspricht Raguse. Die Betreiber hätten schon erste Ideen entwickelt. Doch Vorstellungen hat auch der Kaufmann, der im Dezember als Geschäftsführer seines Unternehmens ausgeschieden ist: „Wir werden den hinteren Gebäudeteil abreißen. Das Haus zur Südstraße hin soll stehen bleiben. Wenn alles fertig ist sollen hier zwölf Plätze für betreutes Wohnen angeboten werden.“ Was Raguse einst an Stelle von „Haus Bathe“ plante und dann an der Hombrede umsetzte, soll nun bei Moden Menninghaus entstehen.

„Ich möchte verhindern, dass es ein neues Haus Bultmann gibt“, erklärt Raguse sein Interesse an dem Komplex, in dem ihm schon vorher eine Eigentumswohnung gehört hat. Eine halbe Stunde musste er am Freitag im Amtsgericht Lüdinghausen warten, dann fiel der Hammer zu seinen Gunsten.

Wer Raguse kennt, der wird vermuten, dass es kein langes Warten geben wird. Im

Joachim Raguse

Joachim Raguse Foto: hbm

Sommer soll mit den Arbeiten begonnen werden. Auch ohne konkrete Pläne weiß Raguse schon, dass der hintere Teil abgerissen wird. Vorne wird die bisherige Geschäftsfläche in dem betreuten Wohnbereich integriert. Die Zahnarztpraxis mit einer Einliegerwohnung in der ersten Etage bleibt erhalten.

Obwohl der Ersatzbau für den hinteren Bereich kleiner ausfallen dürfte als der abzureißende Teil, kalkuliert Raguse mit zwei weiteren kleinen und einer Dachgeschosswohnung: „Sie können von Menschen gemietet werden, die Serviceangebote des betreuten Wohnens mitnutzen möchten oder auch nur die Option haben möchten, sie später nutzen zu können. Die Vermietung ist aber nicht vom Mitnutzen abhängig.“

Der hintere Bereich wird abgerissen.

Der hintere Bereich wird abgerissen. Foto: iss

Raguse rechnet damit, dass es drei bis fünf Monate dauern wird, bis das Gesamtpaket mit den Bauplänen und den Notwendigkeiten fürs betreute Wohnen geschnürt sein wird. Mit Abschluss der Arbeiten wird das nächste Schaufester an der Südstraße zur Dorfgeschichte. „Moden Menninghaus“ war früher das Herberner Bekleidungsgeschäft. Mit einer großen Angebotspalette für Frauen, Männer und Kinder war dafür gesorgt, dass die Menschen aus dem Dorf nicht in die Stadt fahren mussten. Einige Jahre stand das Ladenlokal leer, bis dann in Zeiten der Flüchtlingskrise das Sozialkaufhaus hier unterkam.

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